„Es kommt durchs Tun“

Angeregt durch das malende Schaffen des Dramatikers August Strindberg entschlossen sich das neue theater Halle und die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zu einer spartenübergreifenden Zusammenarbeit: In der Inszenierung „Fräulein Julie in Arbeit“ treten die Künste in einen Dialog

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Wenn zwei Kunstrichtungen aufeinandertreffen, entsteht etwas Drittes, eine dritte Dimension, welche die gemeinsame Erzählung bereichert und im besten Fall noch über sie hinaus verweist. So die Hoffnung, wenn Künstler:innen unterschiedlicher Kunstrichtungen sich für ein gemeinsames Projekt zusammentun. Im Rahmen eines Seminars der Klasse für Malerei unter der Leitung von Prof. Tilo Baumgärtel an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wurden Studierende zu Mitwirkenden in dem Stück „Fräulein Julie in Arbeit“ am neuen theater und Thalia Theater Halle.

Wie sind Theater und Hochschule an diese Kooperation herangegangen? Wo gab es Widerstände? Was hat sich eingelöst? Für diese Neuinterpretation des Klassikers von August Strindberg überschrieb Mille Maria Dalsgaard, Intendantin des neuen theaters und Thalia Theaters Halle, die ursprüngliche Fassung. Strindberg hatte das 1889 aufgeführte Stück „Fräulein Julie“ verfasst, um die Überlegenheit des Mannes über die Frau zu beweisen. Dalsgaard betrachtete die Vorlage aus einer neuen, weiblichen Perspektive. Das Thema der Macht und der Ohnmacht übertrug sie in ihrer Fassung auf verschiedene Ebenen: Mann und Frau, Bediensteter und Gräfin, ...

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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 68
von Eva Geiler

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