Testergebnisse als nützliche Grundlage

Zur szenischen Bewegung von Drehscheiben und Bühnenwagen werden auch Reibradantriebe eingesetzt. Für deren Berechnung fehlen meist branchenspezifische Reibungskoeffizienten. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit (Betreuung und Gutachten Katrin Omlor und Ralph Hillbrand) konnte unser Autor in Zusammenarbeit mit der Firma Räder-Vogel Reibwerte ermitteln und diese in seiner Tätigkeit in der Konstruktionsabteilung der Schaubühne Berlin praktisch überprüfen

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Die ersten Forschungen und Erkenntnisse über Reibung reichen lange zurück. Bereits Leonardo da Vinci beschäftigte sich mit Reibversuchen, denen die heutigen Reibwertmessungen gar nicht so unähnlich sind. Erste Grundlagen der Tribologie, also der Wissenschaft von Reibung, Schmierung und Verschleiß, wurden bereits früh geschaffen. Während in vielen technischen Anwendungsbereichen Reibung als Störgröße möglichst vermieden werden soll, ist sie für andere Bereiche unabdinglich. Auch in der Theater- und Veranstaltungstechnik wird Reibung genutzt.

Drehscheiben und Bühnenwagen werden häufig durch Reibradantriebe bewegt. Dabei überträgt ein Antriebsrad das Drehmoment eines Motors mittels Reibschluss, also ohne mechanische Verbindung wie Ketten oder Zahnräder. Um szenische Bewegungen sicher und kontrolliert ausführen zu können, muss die Reibkraft ausreichend hoch sein. Die Herausforderung bei der Konstruktion von Reibradantrieben in der Theater- und Veranstaltungstechnik liegt darin, Einflussgrößen wie Anpresskraft, Materialauswahl von Reibrad und Lauffläche den Anforderungen entsprechend zu bestimmen. Für typische Materialkombinationen aus dem Theaterkontext lassen sich jedoch in der ...

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BTR Ausgabe 2 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 46
von Bruno Fleischmann

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