Traum und Wirklichkeit
Während die rund 1900 Plätze im imposanten Saal sich langsam füllen, ertönt in Dauerschleife in mehreren Sprachen aus den Lautsprechern: „Willkommen im Friedrichstadt-Palast, der größten Theaterbühne der Welt.“ Stolze 2854,02 m2 bespielbare Gesamtfläche hat der Palast zu bieten, der 1984 als letzter Prachtbau der DDR fertiggestellt wurde. Seit 2020 steht das Gebäude dieser staatlichen Bühne des Landes Berlin unter Denkmalschutz.
An diesem Abend gibt es bereits vor der Vorstellung freie Sicht auf fast die komplette Bühne, die mit einer Rundung leicht ins Publikum ragt und erst mal ziemlich leer aussieht. Allein über je zwei große rechteckigen LED-Flächen links und rechts sowie über einen bühnenbreiten Screen hinten wabern lila-weiße wolkenähnliche Formationen. Und dann geht es pünktlich los – rund zweieinhalb Stunden inklusive 30 Minuten Pause dauert die Grand Show „Blinded by Delight“ („Geblendet vor Entzücken“). Die Rahmenhandlung: Protagonistin Luci (Denise Lucia Aquino) erwacht in der prachtvollen Traumwelt ihrer ungelebten Wünsche. Als sie dem Mann ihrer Träume (Julian David) begegnet, mag sie ihrem Glück kaum trauen und stellt sich der Frage, ob sie realistisch bleiben oder ...
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BTR Ausgabe 2 2026
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Julia Röseler
Der Cirque du Soleil wurde 1984 gegründet und zählt zu den bekanntesten Shows weltweit – mit Fokus auf Artistik, Theaterkunst und Live-Musik. Kürzlich wurde die neue Show „ALIZÉ“, eine Produktion der Cirque du Soleil Entertainment Group und Live Nation, im Theater am Potsdamer Platz in Berlin uraufgeführt. Im Einsatz ist ein immersives Meyer-Sound-System, das die...
Bereits 1999 kam vom Royal Ballet & Opera House in London ein Auftrag, die Beleuchtungstraversen in der Obermaschinerie mit einer platzsparenden, langlebigen Energieführung auszustatten. Die Lösung damals war ein maßgeschneidertes Zick-Zack-System „e-kette“, das über 25 Jahre lang ohne Ausfall seinen Dienst leistete. Überzeugt von der Zuverlässigkeit der...
Das große Heft“ ist der erste Teil einer Trilogie der ungarisch-schweizerischen Autorin Ágota Kristóf (1935–2011). Es erschien 1986 im Pariser Verlag Éditions du Seuil unter dem Titel „Le grand cahier“ und 1987 in der deutschen Übersetzung von Eva Moldenhauer im Rotbuch Verlag Berlin. Der Text thematisiert Krieg und emotionale Verrohung, Missbrauch und Gewalt,...
