Funkspektrum, eine endliche Ressource

Die Nutzung des TV-UHF-Frequenzbereichs 470 bis 694 MHz steht in der Diskussion. Es gibt Länder, die die terrestrische TV-Verbreitung eingestellt haben und darauf verweisen, dass die TV-Verbreitung mittels Satelliten und Kabelnetzen bzw. IP-TV ausreichend sei. Neue Nutzer melden ihr Interesse an diesem für die Veranstaltungstechnik essenziellen Frequenzbereich an. Eine aktuelle Betrachtung

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Insbesondere der Mobilfunk fordert den Zugang zum TV-UHF-Frequenzbereich 470 bis 694 MHz, aber auch Behördenfunk (BOS) und Militär. Dies würde nach der Digitalen Dividende I und II einen weiteren Verlust an Funkspektrum für drahtlose Produktionswerkzeuge (PMSE = Programme Making and Special Effects, Funkmikrofone, In-Ear-Monitoring) bedeuten. Die zukünftige Nutzung des TV-UHF-Frequenzbereichs 470 bis 694 MHz soll bei der nächsten Weltfunkkonferenz (18.10. bis 12.11.2027 in Shanghai, China) behandelt werden.

Unter dem UHF-Frequenzbereich wird allgemeinhin der Frequenzbereich 470 bis 960 MHz verstanden. Aufgrund der Einführung von 2G GSM um 900 MHz, der Digitalen Dividende I um 800 MHz (primär 4G) und der Digitalen Dividende II um 700 MHz (4G/5G) steht aktuell nur noch der Frequenzbereich 470 bis 694 MHz für die terrestrische TV-Verbreitung zur Verfügung. Drahtlose Produktionswerkzeuge/PMSE arbeiten dort koexistent, wenngleich mit massiv geringeren Sendeleistungen (100 mW gegenüber TV-Sendern mit 100 kW). Die PMSE-Community hat Planungsprozesse und -werkzeuge etabliert, um PMSE-Frequenzen so zu koordinieren, dass ein störungsfreier Betrieb in lokal ungenutzten TV-Kanälen möglich ist.

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BTR Ausgabe 2 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 54
von Georg Fischer

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