Pro Kulturfrequenzen

Das langjährige Engagement für die Kulturfrequenzen zahlt sich aus. Es gibt positive Nachrichten: Zum einen ist eine Allgemeinzuteilung für Mikrofone (indoor) im Bereich von 1350 bis 1400 MHz erfolgt. Zum anderen beschäftigt sich der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP mit dem Schutz der Kulturfrequenzen zwischen 470 und 694 MHz. Dieser Bereich soll für drahtlose Produktionsmittel wie Funkmikrofone, aber auch den Rundfunk, erhalten bleiben.

Das Ende der Pandemie rückt näher – hoffentlich. Für diesen Sommer sind viele Veranstaltungen geplant. Darauf freuen wir uns alle, und dabei werden wieder Funkmikrofone und In-Ear-Systeme im Einsatz sein, die Frequenzen benötigen. Am häufigsten genutzt wird der Bereich zwischen 470 und 694 MHz. Allerdings sind diese „Kulturfrequenzen“ nur bis Dezember 2030 für Musiker, Schauspielerinnen, Veranstaltungsbranche und alle anderen Nutzer geschützt.

Wie es danach weitergeht, entscheidet sich in zwei Stufen: Die Weltfunkkonferenz 2023 setzt die große Linie fest, die nationalen Gesetzgeber regeln danach die Details auch in den europäischen Ländern. Da Frequenzen jedoch nicht an Ländergrenzen Halt machen, bedarf es einer Abstimmung, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Die kommenden Jahre werden ziemlich debattenintensiv und anspruchsvoll. Denn der Bereich zwischen 470 und 694 MHz, den bisher neben der Kultur vor allem der Rundfunk zur terrestrischen Fernsehverbreitung nutzt, ist heiß begehrt.

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BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Ton & Licht, Seite 38
von Jochen Zenthöfer

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