Nichts ist, wie es scheint
Der Blick fällt auf hohe, schmutziggraue Wände, von denen Tapete blättert. In den Ecken zwei schmale, große Fenster mit zerbrochenem Glas, dazwischen drei kleine Türen mit erhellten Scheiben. In einem Kamin in der Ecke funkelt ein Feuer, darüber ein großes Loch in der Decke, die Ränder von Ruß geschwärzt. Schneeflocken rieseln durch diese Öffnung in den großen Raum – das ist der etwas schäbige Salon des Sanatoriums „Le Cerisiers“.
Ein „verlotterter“ Ort, der schon bessere Zeiten sah – und der Raum für die Komödie „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt – ein Verwirrspiel, das sich im 2. Akt in eine Tragödie wandeln wird. Jeder spielt hier ein falsches Spiel. Kommissar Voß und Pfleger Peter begegnen sich hier in einer ersten Szene. Ein Mord ist im Sanatorium geschehen, innerhalb weniger Monate der zweite. Die Täter sind schnell ausgemacht, die Patienten Herbert Georg Beutler und Ernst Heinrich Ernesti, die sich für Albert Einstein und Isaac Newton halten. Beide zeigen angesichts ihrer Taten keine Reue. Dem dritten Patienten, Johann Wilhelm Möbius, erscheint regelmäßig König Salomo, der ihm mit der Weltformel die Lösung aller Probleme diktiert. Möbius stellt sich wahnsinnig, da er um ...
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BTR Sonderband 2024
Rubrik: Potenziale und Produktionen, Seite 64
von Iris Abel
Das Theater Koblenz ist ein Vierspartenhaus mit eigenen Ensembles und beschäftigt etwa 220 fest angestellte Mitarbeiter:innen. Im Orchester des Theaters Koblenz, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, spielen weitere 80 Musiker:innen. Das Repertoire umfasst Oper, Musical, Schauspiel, Ballett, Puppentheater sowie Kinder- und Jugendtheater mit jährlich etwa 25...
Wer in England, den USA oder in Skandinavien „Stage Lighting Design“ studiert hat (der Studiengang an der Bayerischen Akademie August Everding ist vor Jahren geschlossen worden und seitdem gibt es in Deutschland keine künstlerische Ausbildung für Lichtgestalter der Bühne mehr), kennt das schmale Bändchen „A Method of Lighting the Stage“. Dieses Standardwerk der...
Der Große Saal, Hauptspielstätte des Neubaus, bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der akustischen Planung. Das Ziel besteht darin, optimale akustische Bedingungen für alle vorgesehenen Sparten – Schauspiel, Oper, Ballett und Konzerte – zu schaffen, ohne eine übermäßige akustische Bevorzugung einer bestimmten Nutzung gegenüber den anderen zu erzeugen. Dabei...
