Zur akustischen Planung
Der Große Saal, Hauptspielstätte des Neubaus, bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der akustischen Planung. Das Ziel besteht darin, optimale akustische Bedingungen für alle vorgesehenen Sparten – Schauspiel, Oper, Ballett und Konzerte – zu schaffen, ohne eine übermäßige akustische Bevorzugung einer bestimmten Nutzung gegenüber den anderen zu erzeugen. Dabei unterscheiden sich die akustischen Anforderungen dieser Sparten erheblich. Schauspiel erfordert eine exzellente Sprachverständlichkeit, was einen Raum mit vergleichsweise kurzem Nachhall erfordert.
Oper und Ballett und in besonderem Maße klassische Musik benötigen hingegen einen deutlich längeren Nachhall, damit die gewünschte Lebendigkeit, Mischung und Räumlichkeit des Klangs entstehen können. Eine Kompromisslösung, die den Nachhall zwischen für Musik und Sprache vorteilhaften Werten platziert, ist oft unbefriedigend und erfüllt am Ende keine der Nutzungen zufriedenstellend. Daher wird in diesem Fall das heutzutage übliche Konzept einer variablen Akustik angewendet, das sich den unterschiedlichen Erfordernissen aus den verschiedenen Sparten anpassen kann. Die mit Abstand größte Absorptionsflächen im Raum sind zweifellos die ...
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BTR Sonderband 2024
Rubrik: Neubau, Sanierung, Betrieb, Seite 39
von Michael Prüfer
Brest ist Frankreichs westlichste Metropole, geografisch gesehen. Fünf Stunden dauerte früher die Zugfahrt von Paris. Heute sind es vier. Dafür fährt nur noch ein einziger Zug pro Tag, im frühen Morgengrauen. „Wer hier nicht geboren ist, kann sich im Leben nicht vorstellen, nach Brest zu ziehen. Wer hier geboren wurde, will nirgendwo anders leben“, heißt es dort....
VOC-freie und beständige Bühnenfarbe
Die Bühnenfarbe Bluefin Unistar vom österreichischen Hersteller ADLER feierte ihre Premiere am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Dort setzte das Team von Malsaalvorstand Thomas Möllmann als Erstes die neue Farbe ein: „Wir arbeiten auch mit einzelnen Elementen. Da hatten wir immer wieder das Problem, dass diese Platten...
Dem Schauspiel Leipzig steht ein Auszug bevor. „Am 30. März 2025 schließen wir unser Haus“, sagt Konstantin Müller. Der freudige Unterton in den Worten des Technischen Direktors hat zwei Gründe. Der erste: Es ist keine Katastrophe an der Bosestraße 1 geschehen. Der Anlass ist erfreulich für einen Umzug auf Zeit. Die Rückkehr ins Stammhaus ist für den Herbst...
