Konzerte trotz Corona

Mit Beginn der Coronakrise im März durften Künstler nicht mehr öffentlich auftreten. In Lüneburg haben sich bereits im April einige Veranstalter zusammengetan, um Open-Air-Auftritte wieder möglich zu machen – trotz der neuen Vorschriften, die sich laufend ändern. Damit holten sie im Sommer sogar bekannte Bühnengrößen in die norddeutsche Kleinstadt. Inzwischen haben andere Städte das Konzept kopiert.

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Es wirkt ein bisschen so, als wolle Thees Uhlmann das Publikum an sein Herz drücken, als er beide Arme um seine Gitarre legt. Der Musiker strahlt: „Ihr seid so fantastisch, wie ihr das macht. Als hättet ihr den Knigge noch mal frisch gelesen“, sagt er mit Blick auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und startet seine erste Zugabe. 600 Menschen sind an diesem Abend Anfang August zu dem Open-Air-Konzert des Lüneburger Kultursommers gekommen. Alle halten sich an die Vorschriften.

Wenn doch mal jemand vergisst, die Maske auf dem Weg zum Bierwagen aufzusetzen, wird er von Ordnern freundlich erinnert. Es herrscht vergnügte Entspannung.

Der Lüneburger Kultursommer startete am 19. Juni – Culcha Candela, Michael Schulte, Glasperlenspiel, Beatrice Egli, Samy Deluxe und weitere Gäste quer durch die Stile und Altersklassen standen in der Kleinstadt südlich von Hamburg bis Ende August auf der Bühne. Zusätzlich gab es Kabarett und Comedy, Open-Air-Kino und Public Viewing mit dem „Tatort“. Das Programm lief von freitags bis sonntags.

Dieses Programm stellten die Veranstalter innerhalb von nur acht Wochen auf die Beine. „Am 25. April habe ich den Oberbürgermeister gefragt, ob wir den Platz ...

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BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 42
von Marie-Luise Braun

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