Wir sind wieder da!

Neue Normalität in Theatern und Opernhäusern: Dazu gehören neben dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ausgedünnte Spielpläne mit teils gekürzten Inszenierungen. In den mäßig besetzten Sälen kann man sich über mehr Bein- und Armfreiheit freuen, muss aber auf Premierenparty und Gastronomie verzichten. Größere Spiel- und Proberäume werden genutzt, neue Lüftungsanlagen installiert. All diese Maßnahmen werden den Theater- und Veranstaltungsbetrieb in den kommenden Monaten prägen. Eindrücke vom Umgang mit den neuen Bedingungen.

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Vor allem für große Orchester sind die coronabedingten Auflagen ein Problem: Mindestabstände einhalten und in voller Besetzung spielen – meist kaum möglich. Aber in den Umgang mit den Einschränkungen kommt auch etwas Bewegung: In München läuft in der Bayerischen Staatsoper ein Probebetrieb mit einer Obergrenze von 500 statt 200 Besuchern. Diese Vereinbarung wurde inzwischen auch auf den größten Konzertsaal der Stadt ausgeweitet. Der Saal der Philharmoniker im Gasteig fasst regulär 2400 Zuschauer.

„Die Erhöhung auf 500 Personen kommt gerade zur rechten Zeit“, sagt Paul Müller, Intendant der Philharmoniker. Der Schritt sei „perspektivisch von enormer Bedeutung“. In einem Brandbrief an Söder hatten die Philharmoniker zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) jüngst eine „angemessene“ Erhöhung der Zuschauerzahlen in allen Spielstätten gefordert und dabei auf die guten Erfahrungen der Salzburger Festspiele mit bis zu 1000 Zuschauern in einem Saal verwiesen. Nur so ließe sich „der Kollaps der Kulturbranche noch verhindern“.

Von bundeseinheitlichen Regelungen bei der Auslastung sind Theater- und Opernhäuser und Konzertsäle weit entfernt, was zunehmend ...

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BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 46
von Pressespiegel

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