Kleider in Bewegung
Die Notwendigkeit, den menschlichen Körper bei der Präsentation von Kleidung zu ersetzen, stellt Ausstellungskuratoren bis zum heutigen Tag vor Herausforderungen. Es ist eine Tatsache, dass der lebendige Körper durch Figurinen in der Inszenierung eines Kleidungsstücks nicht ersetzt werden kann, aber aus konservatorischen Gründen ersetzt werden muss.
In der Vergangenheit führte der verständliche Wunsch, Kleidung in ihrer ursprünglichen Wirkung betrachten zu können, nicht selten dazu, die geltenden konservatorischen Standards zu umgehen und Kleidung von lebenden Modellen vorführen zu lassen. Auch im Historischen Museum Frankfurt ist dies in eingeschränktem Rahmen in den 1950er- und 1960er-Jahren noch praktiziert worden. Die bei diesen Aktionen entstandenen Schäden lassen sich noch heute an den historischen Kleidungsstücken nachvollziehen. Auch gegenwärtig wird zuweilen ein unreflektierter Umgang mit historischer Kleidung an den Tag gelegt, wenn Privatsammlungen in eine museale Präsentation integriert werden. Dies schafft bei Ausstellungsbesuchern nicht selten Erwartungen, die jene Museen, die sich den internationalen Standards verpflichtet fühlen, nicht bedienen können und auch nicht ...
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BTR Ausgabe 5 2020
Rubrik: Thema: Ausstellungen, Seite 20
von Maren Ch. Härtel
Katharina Grosse’s exuberant painting is a blaze of colour, pouring out from the hall of the former station, now art museum, Hamburger Bahnhof and mesmerizing the viewer. The waves of colour start low on the ground, like tidal flats, and build up to a majestically towering surge that seems to have frozen just before crashing against the shore of the rear glass...
The purpose of this article is to examine the development of a uniquely British phenomenon, the open stage drama theatre, a form which emerged in the decade from 1970 to 1980, has developed and flourished in the years since and has found its way to many other parts of the world. It is a typology firmly rooted in the British tradition and I will concentrate on the...
Im Nachhinein könnte man es prophetisch nennen. In Wahrheit waren die Gründe eher praktisch: Als der Wiener Fabian Liszt im Spätwinter das Bühnenbild für das kommende Stück „Der brave Soldat Schwejk“ im Landestheater Linz konzipiert, ist Covid-19 noch nicht wirklich ein Thema. Trotzdem spielt er schon damals mit dem Gedanken, das Setting für die bevorstehende...
