Hand in Hand: Bühne, Licht und Projektionen

Beim „Ring“-Zyklus der Deutschen Oper werden die Bühnenelemente Koffer, Flügel und Seidentücher in den einzelnen Opern zu unterschiedlichen Bildern geformt. Was oftmals luftig wirkte, konnte nur in präziser Zusammenarbeit von Bühnentechnik, Licht und Projektionen entstehen. Im Gespräch mit Produktionsleiter Oliver Burkhardt, dem Technischen Direktor Uwe Arsand und dem Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister Ulrich Niepel wird die Herausforderung deutlich.

Für die Realisierung des Bühnenbilds (siehe Seite 50) war viel Erfindungsreichtum und detaillierte Planung gefragt. Der Produktionsleiter Oliver Burkhardt, der mit dem „Ring“ seinen Einstieg in die Deutsche Oper hatte, und Uwe Arsand, seit 15 Jahren dort Technischer Direktor, erläutern den Arbeitsprozess zur Herstellung der Bühnenbilder. Eingangs stellen sie fest, dass die Produktion in dieser Form ohne Corona gar nicht gegangen wäre.

„Wir hatten jeweils einen Monat technische Einrichtung für die einzelnen Teile, im Nachhinein können wir uns gar nichts anderes vorstellen – außer dass es nicht gegangen wäre!“, sagt Arsand. Komplex war bei dem Bühnenbild sichtbar das Zusammenwirken von Maschinen, Menschen und Licht sowie Projektionen. Zunächst aber galt es, die tragenden Elemente zu entwickeln. Wesentlich sind die Kofferberge: „Dazu hatten wir Modelle“, erläutert Arsand. „Die Co-Bühnenbildnerin Silke Bauer hat sie in dreifacher Ausfertigung hergestellt – für uns, für die ausführende Firma und auch für die Regie. Dazu muss man wissen, dass zu Beginn der Arbeiten noch kein fertiges Regiekonzept vorlag, der ‚Ring‘ noch nicht bis zu Ende gedacht war. So gab es viele Gespräche dazu und ...

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BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Produktion & Technik, Seite 56
von Karin Winkelsesser

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