„Der Motor läuft wieder“

Andreas Rehfeld, Lichtdesigner, freier Beleuchtungsmeister und Absolvent im Bereich Lichtdesign der Theaterakademie August Everding im Gespräch – über neue Technologien, ein Zurückfinden in die Veranstaltungsorte und die Zukunft. von Wesko Rohde

Besonders die Freiberufler, zu denen auch der Lichtdesigner Andreas Rehfeld zählt, hatten in den vergangenen zwei Jahren keinen leichten Stand. Nun kommen neben neuen technischen Herausforderungen auch viele organisatorische hinzu, da die zahlreichen Produktionen in kurzen Abständen auf die Bühnen gebracht werden müssen. Die persönlichen und die personellen Kapazitäten der Häuser sind schnell erschöpft.

Wesko Rohde:
Lieber Andreas Rehfeld, wo erwische ich Sie gerade?

Andreas Rehfeld: Zu Hause, in meinem luxuriösen Homeoffice, im Wohnzimmer mit Schreibtisch.

Läuft der Motor der Theater aktuell wieder an? 
Ja, aus meiner Sicht läuft der Motor wieder, allerdings mit deutlich weniger Zuschauern und weniger Vorstellungen als früher vor Corona. Die Menschen sind durch 23 Monate Corona ängstlich und unsicher.

Das wird sich vermutlich auch nicht von heute auf morgen ändern. Ich denke aber, dass wir die Talsohle durchschritten haben. Sie sind freiberuflicher Lichtdesigner. Wie war Ihr Werdegang bis heute?
Ich habe ganz klassisch am Theater Elektriker gelernt, bin dann in die Beleuchtungsabteilung gewechselt und habe alles durchlaufen, was es so gibt. Beleuchter auf der Bühne, Vorarbeiter, ...

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BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Ton & Licht, Seite 29
von Wesko Rohde

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