Fundus und Forschung

Im Residenzschloss Ludwigsburg fand vom 14. bis zum 16. Mai 2026 die internationale Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ statt. Fachleute aus sieben Ländern befassten sich mit der Geschichte, Gestaltung und Nutzung dieser bedeutenden Sammlung historischer Bühnenbildelemente. Das umfangreiche Vortragsprogramm bezog auch die wenigen in Europa erhaltenen Vergleichsbeispiele sowie den Kontext des barocken Hoflebens mit ein

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In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte das württembergische Bühnenwesen ein Niveau, das es weit über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannt machte. Selbst Giacomo Girolamo Casanova rühmte den Hof Herzog Carl Eugens enthusiastisch als den „glänzendsten von ganz Europa“ und verwies im Besonderen auf die außergewöhnlichen Aufwendungen im Bereich des Theaters. Das Schlosstheater Ludwigsburg ist bis heute ein Zeugnis dieser Zeit – nicht nur durch die größtenteils im Original erhaltene Bühnenmaschinerie.

Auch der Fundus historischer Bühnendekorationen, die unter Herzog Carl Eugen und König Friedrich I. entstanden, gibt seltene Einblicke in die Vergangenheit.

Nun stellte eine internationale Fachtagung den bedeutenden Bestand in den Mittelpunkt der Forschung. Die Zusammenkunft renommierter Expertinnen und Experten aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, Tschechien und Schweden fand im Ordenssaal des Residenzschlosses statt und hieß auch die interessierte Öffentlichkeit willkommen. Die auf Deutsch und Englisch gehaltenen Vorträge wurden durch Simultanübersetzerinnen in die jeweils andere Sprache übertragen.

Interdisziplinärer Ansatz
Die Staatlichen ...

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BTR Ausgabe 3 2026
Rubrik: Tagungen und Ausstellungen, Seite 60
von Iris Abel

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