Ein Ort, viele Formate
Die traditionsreichen Münchner Kammerspiele verfügen neben dem Haus für Kinder- und Jugendtheater, der Schauburg – Theater der Jugend, über vier Spielstätten: Sie zogen 1926 von Schwabing in das Schauspielhaus in der Maximilianstraße um, das im Jugendstil (BTR 6/2024) gestaltet worden war.
Die Räumlichkeiten reichten allmählich nicht mehr aus, darum wurden in der angrenzenden Hildegardstraße im Jahr 1961 unter Hans Schweikarts Intendanz und August Everdings Schauspieldirektion weitere Räume für die Verwaltung und das Magazin geschaffen – sowie ein Werkraumtheater auf der dritten Etage für Proben und Aufführungen. Das Werkraumtheater hat eine Grundfläche von 13 mal 18 Metern und 5,25 Metern Höhe bis zum Deckensturz und wurde als Guckkasten genutzt, dessen Zuschauerraum 300 Plätze umfasste. Das Podium hatte 8 Meter Tiefe und 13 Meter Breite. Eine Art „Pultdeckel“, wie der Technische Direktor Hanns Zimmermann die Konstruktion in einem Interview vom 15. 11. 1961 im Bayerischen Rundfunk beschrieb, konnte über fünf Reihen der Bestuhlung des Zuschauerraums auf Rollen vorgefahren werden, sodass die Probebühne die Maße 13 mal 13 Meter annehmen konnte, die denen der Bühne des ...
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BTR Ausgabe 3 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 48
von Eva Maria Fischer
Eileen Gray (1878–1976) zählt zu den herausragenden Gestalterinnen der Moderne. Als Architektin, Designerin und Künstlerin bewegte sie sich jenseits der Konventionen ihrer Zeit: Sie schuf Möbel, die als Design-Ikonen gelten, und entwickelte bahnbrechende Raumkonzepte, die darauf abzielen, den Bewohnenden sowohl flexible als auch höchst komfortable und durchdachte...
Tadashi Kawamata hat einen besonderen Spürsinn für verbotene Orte. Vornehmlich in Nischen und Parks im urbanen Raum setzt er seine „Nester“ und Hüttenähnlichen Gebilde „Tree Huts“. Seine vergänglichen Architekturen aus Holzlatten verwandeln sich an Gebäuden, Straßen, Bäumen zu plastischen Graffiti, manchmal unscheinbar, mitunter wirbelnd ausufernd oder wie vom Wind...
Mit einer erfolgreichen Bilanz und einer Auslastung von fast 92 Prozent ging das Festival „Theater der Welt“ in Chemnitz am 5. Juli 2026 zu Ende. 33 internationale Produktionen haben rund 17.000 Besucher nach Chemnitz gelockt. 18 Tage lang lief ein dichtes Programm mit über 200 Veranstaltungen und rund 400 beteiligten Künstler:innen. Das 1981 vom Internationalen...
