Ein Ort, viele Formate

Der Werkraum der Münchner Kammerspiele wurde als Spielstätte neu konzipiert, gestaltet und im September 2025 im neuen Look feierlich eröffnet. Als Fonds-Zero-Projekt der Kulturstiftung des Bundes gefördert, wurde er vorwiegend aus recycelten Materialien gebaut. Einen großen Anteil an der Realisierung hatten die Fundi und Werkstätten der Münchner Kammerspiele. Statt mit Budget wurde mit CO2-Limit geplant und bilanziert. Ein Erfahrungsbericht

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Die traditionsreichen Münchner Kammerspiele verfügen neben dem Haus für Kinder- und Jugendtheater, der Schauburg – Theater der Jugend, über vier Spielstätten: Sie zogen 1926 von Schwabing in das Schauspielhaus in der Maximilianstraße um, das im Jugendstil (BTR 6/2024) gestaltet worden war.

Die Räumlichkeiten reichten allmählich nicht mehr aus, darum wurden in der angrenzenden Hildegardstraße im Jahr 1961 unter Hans Schweikarts Intendanz und August Everdings Schauspieldirektion weitere Räume für die Verwaltung und das Magazin geschaffen – sowie ein Werkraumtheater auf der dritten Etage für Proben und Aufführungen. Das Werkraumtheater hat eine Grundfläche von 13 mal 18 Metern und 5,25 Metern Höhe bis zum Deckensturz und wurde als Guckkasten genutzt, dessen Zuschauerraum 300 Plätze umfasste. Das Podium hatte 8 Meter Tiefe und 13 Meter Breite. Eine Art „Pultdeckel“, wie der Technische Direktor Hanns Zimmermann die Konstruktion in einem Interview vom 15. 11. 1961 im Bayerischen Rundfunk beschrieb, konnte über fünf Reihen der Bestuhlung des Zuschauerraums auf Rollen vorgefahren werden, sodass die Probebühne die Maße 13 mal 13 Meter annehmen konnte, die denen der Bühne des ...

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BTR Ausgabe 3 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 48
von Eva Maria Fischer

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