Fragen an das Fremde
Den Besuch dieser Venedig-Biennale sollte man auf der Insel La Certosa beginnen. Dem kleinen Eiland, der Lagunenstadt vorgelagert, die einst Sitz eines Kartäuserklosters war und auf dem Wasserweg vom Flughafen Marco Polo zu den Austragungsorten in den Giardini und dem Arsenale liegt. Von hier aus öffnen sich ganz andere Perspektiven auf die älteste Kunstausstellung der Welt, weil vier Soundkünstler in die grüne, brüchige Natur Klangkunstwerke gesetzt haben.
Die geraten nicht nur mit der Flora, Fauna und den Winden in Schwingung, sondern oszillieren auch mit dem, was an Schallwellen von der Lagune, den Schiffsmotoren, Kirchenglocken, dem Geraune und Gesäusel herüberweht und -schwappt. Die Arbeiten gehören zum Deutschen Pavillon und machen als dessen „expansiver“ Teil über Mauern, Zäune und das Wasser hinweg gleichsam den künstlerischen Resonanzraum auf. Eine Idee, die es in sich hat.
Erdacht hat sie die Kuratorin Çağla Ilk. Der Co-Leiterin der Kunsthalle Baden-Baden und gebürtigen Türkin schwebte „eine Erzählung mit vielen Stimmen“ vor. Mit ihren Künstlern, der Israelin Yael Bartana und dem Theatermann Ersan Mondtag bespielt sie den geschichtszerrütteten Deutschen Pavillon in den ...
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BTR Ausgabe 5 2024
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Irmgard Berner
In einem Stadttheater kommt das Publikum ins Haus. Anders bei der Wanderbühne, hier fährt die Bühne direkt zu den Menschen, für die sie spielt, sucht sich einen Dorfplatz und zeigt ihr Stück. So auch die Freie Bühne Wendland, die seit 2021 mit „Moby Dick“ (BTR 4/2024) durch Deutschland bis nach Frankreich reist, um Melvilles Geschichte um die Besatzung des...
Das Jubiläum wurde von einem kleinen Team rund um Christoph Werner, Intendant des Puppentheaters Halle, über dreieinhalb Jahre vorbereitet. Dabei stand neben den künstlerischen Aspekten besonders die Finanzierbarkeit im Vordergrund. Unterschiedliche, meist französische Straßentheatergruppen wurden zu Besichtigungen und Gesprächen nach Halle eingeladen. Über die...
Ein Bombentreffer zum Kriegsende zerstörte das ursprüngliche Gebäude in den Mannheimer Quadraten vollständig, 1957 wurde nach einem europaweiten Architektenwettbewerb an anderer Stelle ein stadtbildprägendes Theatergebäude eröffnet. Dieses Spielhaus am Goetheplatz zählte seinerzeit zu den modernsten Theaterhäusern der Welt. Nicht ohne Grund gewann im selben Jahr...
