Fragen an das Fremde
Den Besuch dieser Venedig-Biennale sollte man auf der Insel La Certosa beginnen. Dem kleinen Eiland, der Lagunenstadt vorgelagert, die einst Sitz eines Kartäuserklosters war und auf dem Wasserweg vom Flughafen Marco Polo zu den Austragungsorten in den Giardini und dem Arsenale liegt. Von hier aus öffnen sich ganz andere Perspektiven auf die älteste Kunstausstellung der Welt, weil vier Soundkünstler in die grüne, brüchige Natur Klangkunstwerke gesetzt haben.
Die geraten nicht nur mit der Flora, Fauna und den Winden in Schwingung, sondern oszillieren auch mit dem, was an Schallwellen von der Lagune, den Schiffsmotoren, Kirchenglocken, dem Geraune und Gesäusel herüberweht und -schwappt. Die Arbeiten gehören zum Deutschen Pavillon und machen als dessen „expansiver“ Teil über Mauern, Zäune und das Wasser hinweg gleichsam den künstlerischen Resonanzraum auf. Eine Idee, die es in sich hat.
Erdacht hat sie die Kuratorin Çağla Ilk. Der Co-Leiterin der Kunsthalle Baden-Baden und gebürtigen Türkin schwebte „eine Erzählung mit vielen Stimmen“ vor. Mit ihren Künstlern, der Israelin Yael Bartana und dem Theatermann Ersan Mondtag bespielt sie den geschichtszerrütteten Deutschen Pavillon in den ...
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BTR Ausgabe 5 2024
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Irmgard Berner
Am Montag, den 23. Januar 1928 um 19 Uhr fand am Theater am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg die dritte Premiere der ersten Piscator-Bühne statt, die Uraufführung von Jaroslav Hašeks dramatisiertem Romanfragment „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk während des Weltkrieges“. Der Montag ist für Theaterpremieren sehr ungewöhnlich. Im...
The Ephemeral Lake Jakob Kudsk Steensen
von Ulrich Schrauth, Liz Stumpf für die Hamburger Kunsthalle 96 Seiten, 21 × 26,5 cm, Flexcover, Deutsch/Englisch. ISBN 978-3-95476-644-4
Distanz Verlag, Berlin 2024 EUR 36,00
Der dänische Künstler Jakob Kudsk Steensen (*1987) lebt und arbeitet in Berlin und schafft immersive Installationen, die oftmals übersehene oder...
Das Jubiläum wurde von einem kleinen Team rund um Christoph Werner, Intendant des Puppentheaters Halle, über dreieinhalb Jahre vorbereitet. Dabei stand neben den künstlerischen Aspekten besonders die Finanzierbarkeit im Vordergrund. Unterschiedliche, meist französische Straßentheatergruppen wurden zu Besichtigungen und Gesprächen nach Halle eingeladen. Über die...
