„Es gäbe viel, was wir tun sollten“
Ein Telefonat mit Anke Schierenbeck Anfang Dezember: „Wenn ich es nicht mache, macht es niemand“, sei ihre Motivation, über den Unfall und wie es mit der Heilung bzw. der Einschränkung weitergeht, zu sprechen. Denn bisher seien nach Vorträgen und Gesprächen immer wieder Leute zu ihr gekommen, die Ähnliches erlebt haben oder jemanden mit Sehbeeinträchtigungen kennen. „Die Dunkelziffer ist aus meiner Sicht sehr hoch! Es gibt viele Menschen in der Lichttechnik mit Augenproblemen, drüber gesprochen wird aber eben nicht.
“
BTR: Der „Unfall“ passierte bei einem sogenannten Shootout in einem Theater. Was ist genau passiert? Und welche Folgen haben Sie gespürt?
Anke Schierenbeck: Wir, die Lichtvertriebe, werden ja in der Regel von Theatern eingeladen, um dann die Geräte mehrerer Hersteller für den entsprechenden Anwendungszweck zu präsentieren. Dem Zeitdruck geschuldet, findet so etwas meist nicht unter den normalen Bedingungen einer VersammlungsstättenVO statt, da es ja keine Veranstaltung, sondern ein Besuch ist. Daher werden oft einfach Moving Heads, Lichtgeräte etc. auf den Boden, auf Cases oder, wie in meinem Fall, auf die Bühnenkante gestellt und hintereinander präsentiert. Ich stand ...
Potenzielle Gefährdungen erkennen und verhindern
von Falco Zanini
Als ich von Anke Schierenbecks Unfall und ihrer massiven Augenverletzung erfuhr, war ich schockiert und musste sofort an eigene Erfahrungen mit diesem Thema zurückdenken. Im Jahr 2013 wurde ich selbst von einem Sharpy aus ca. 30 m Entfernung geblendet, der auf der Bühnenvorderkante stand. Mehrere Tage hatte ich, wie Anke, einen grauen Fleck im Sehfeld und fühlte mich eingeschränkt. Zum Glück hielt dieser Zustand nicht lange an. Dadurch sensibilisiert recherchierte ich zu diesem Thema und begann bei der Bedienungsanleitung des Sharpy der Firma Clay Paky. Diese wies in der „Safety Information“ bereits auf eine minimale Entfernung zu beleuchteten Objekten von mindestens 12 m hin. Zu der Zeit wurde der Super Sharpy eingeführt, der dann bereits 18 m Sicherheitsabstand vorsah.
DIN-Normen und die Realität
Im Zuge der Recherche stieß ich dann auf die DIN EN 62471:2009 die eine Anleitung für die Untersuchung der photobiologischen Sicherheit von Lampen und Lampensystemen darstellt und entsprechend anzuwenden ist. Darin werden Messverfahren beschrieben, mögliche biologische Gefährdungen, Risikogruppen (ähnlich der Laserklassen) ...
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BTR Ausgabe 1 2024
Rubrik: Licht, Ton und Produktionen, Seite 30
von Iris Abel
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Die Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main nennt sich cresc. Das Festival wird vom Ensemble Modern sowie dem hr-Sinfonieorchester ausgerichtet, in diesem Jahr vom 16. bis zum 25. Februar. Unter dem Titel „MeWe“ erforschen musikalische Formationen dabei das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft in einer Vielfalt von Spielarten aktueller Musik, an...
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