Entfalten, Aufblühen und Entblättern

Oscar Wildes Komödie „The Importance of Being Earnest“ kommt in der deutschen Fassung „Bunbury – Ernst ist das Leben“ von Elfriede Jelinek im Essener Grillo-Theater zur Aufführung. Die Inszenierung von Susanne Lietzow spielt in einem Bühnenbild, das von riesigen, teils beweglichen Blüten geprägt ist, die in den Werkstätten des Theaters gebaut wurden. Farbenfrohe Kostüme und die originelle Nutzung einer Versenkung unterstreichen humorvoll die Charaktere der Protagonisten.

Bühnentechnische Rundschau

Für den 6. Dezember war die Premiere von „Bunbury“ am Grillo-Theater in Essen geplant. Die 2. Hauptprobe fand am 3. Dezember vor wenigen Personen statt. Zuvor gaben mir Michael Lüdiger (Technischer Leiter Schauspiel), Ralf Gehrke (Direktor der Ausstattungswerkstätten der Theater und Philharmonie Essen), Daniel Kleinen (Bühnenmeister) und Darius Engineer (Beleuchtungsmeister) Einblicke in die Ausstattung dieser Produktion und die Arbeit unter Coronabedingungen.

Der Originaltitel der 1895 in London uraufgeführten Komödie – „The Importance of Being Earnest“ – ist ein Wortspiel und bezieht sich zum einen darauf, dass die jungen Damen Cecily Cardew und Gwendolen Fairfax sich sicher sind, dass nur ein Ehemann namens Ernst für sie infrage kommt. Ernst(-haft) zu sein ist die zweite Bedeutung, mit der sich die männlichen Hauptfiguren John Worthing und Algernon Moncrieff schwertun. Die Freunde pflegen einen von Freizeit und Luxus geprägten Lebensstil. Um sich freier entfalten zu können, hat sich jeder ein Alter Ego ausgedacht, um wahlweise Verpflichtungen in der Stadt (London) oder Langeweile auf dem Land zu entkommen. Bunbury heißt der von Algernon ersonnene kranke Freund, zu dem er oft aufs Land reisen muss. John, der auf dem Land mit seinem Mündel Cecily und deren Gouvernante Miss Prism lebt, reist häufig in die Stadt, um sich dort um seinen erfundenen Bruder Ernst zu kümmern. Konsequenterweise hat er sich auch gegenüber dem in London ansässigen Algernon als Ernst vorgestellt. Die Sache spitzt sich romantisch zu, als Cecily aufgrund von Johns Schilderungen Interesse bekommt, jenen Ernst kennenzulernen, und Algernon zu Johns Anwesen reist, weil er aufgrund von Johns Erzählungen Cecily kennenlernen möchte. Dort angekommen gibt er sich als Johns Bruder Ernst aus – woraufhin sich Cecily Hals über Kopf verliebt. Zuvor haben Algernons Nichte Gwendolen und John alias Ernst einander zufällig in Algernons Wohnung kennengelernt und sich umgehend verlobt. Bis die Paare heiraten dürfen, gilt es, die Zustimmung von Gwendolens auf Konventionen bedachter Mutter Lady Bracknell zu bekommen sowie Missverständnisse und Geheimnisse aufzuklären. Die Komödie lebt von pointenreichen Dialogen. Regisseurin Susanne Lietzow absolvierte ein Studium der Bildhauerei in New York sowie eine Schauspielausbildung in Innsbruck und inszeniert seit mehr als 20 Jahren Stücke am Theater. Konventionen zu brechen, das Aufblühen des eigenen Ichs, strebt jeder der Protagonisten in „Bunbury“ an. Dies kommt in ihrer Inszenierung bildlich zum Ausdruck.

Denn Hauptelemente des von Aurel Lenfert konzipierten Bühnenbilds sind vielfältige Blüten. Der ausgebildete Tischler und Absolvent der Kunstakademie Düsseldorf ist seit 2004 freischaffender Bühnen- und Kostümbildner und erdachte sich für das Stück dreidimensionale, größer als mannshohe Konstruktionen, die auf der Bühne stehen, liegen, bewegt werden oder an Punktzügen über der Bühne hängen.

Das dreiaktige Stück hat zwei Schauplätze: Algernons Wohnung und Johns Landsitz. Das Interieur im ersten Bild ist puristisch. Im Zentrum steht ein viersitziges braunes Ledersofa. Das in den Theaterwerkstätten handgefertigte Möbel sieht von vorn edel aus, von hinten hingegen ungewöhnlich mit einem roten Stück Stoff an der Rückseite und Klemmen zur Verankerung im Boden. Die Konstruktion ermöglicht einen Clou der Inszenierung, wie Gehrke erklärt: „Durch diese Couch kann man verschwinden! Hier sind Mechaniken drin, sodass der Boden des Sofas nach unten fällt. Dann öffnet sich im Bühnenboden ein Spalt, durch den jemand auf- oder abtreten kann.“ Algernon verschwindet auf diese Weise, als Butler Lane den Besuch von Lady Bracknell ankündigt. Beim Umbau zwischen dem ersten und zweiten Akt fährt das Sofa zur Seite ab und zum Vorschein kommt Butlerin Merriman (in dieser Inszenierung als weibliche Rolle angelegt), Angestellte auf Johns Landsitz, wo die Handlung im zweiten und dritten Akt fortgesetzt wird. Der Auftritt erfolgt ebenso über die Versenkung. Die Nutzung der Versenkung mit dieser kreativen Konstruktion war eine Teamleistung, die Freude gemacht hat, lässt Kleinen durchblicken: „Das sind Anforderungen, mit denen sowohl die Kollegen von der Bühnentechnik als auch die der Werkstätten in der Vorplanung beschäftigt sind. Das muss ja alles Hand in Hand gehen.“ Das zweite große Element ist ein Flügel, auf dem Algernon Hits spielt und dazu singt (u. a. „I would do anything for love“). Der Flügel ist, wie Engineer erläutert, „Fake“. Das Instrument wurde entkernt und an der Oberfläche mattiert, um Reflexionen zu vermeiden. Die Pianomusik, die erklingt, wird eingespielt, ebenso wie weitere Instrumentalmusik, mit der bekannte Balladen, die die Darsteller singen, unterlegt sind. Der Gesang wird mikrofoniert – im Gegensatz zu den gesprochenen Szenen. Als Requisiten kommen ein Teewagen und ein Bügelbrett zum Einsatz, mit denen Lane Gurkensandwiches serviert bzw. die Zeitung bügelt.

Den Untergrund beider Schauplätze bietet ein im Schachbrettmuster weiß-anthrazit gekachelter Boden, der sich als kunstvolles Handwerk entpuppt. Es handelt sich um MDF-Platten (Mitteldichte Faserplatten) von 1 m2 und 2 m2 Größe, auf die jeweils mehrere Kacheln aufgemalt wurden. Viele Kachelränder sind ungleichmäßig; das Weiß ist kein reines, gleichmäßiges Weiß, sondern hat einen Schmuddeleffekt. So wirkt die Fläche, auf der „Schachzüge“ stattfinden, individualistisch anstatt konform, ähnlich wie die Protagonisten.

Die Gartensituation wird durch eine Sitzgruppe aus weißen Holzmöbeln und einen Pool – vielmehr ein gelbes Planschbecken von 3 m Durchmesser – symbolisiert. Während im ersten Bild ein dunkelroter Samtvorhang, der die gediegene Wohnatmosphäre unterstreicht, als Bühnenhintergrund dient, gibt es hier nun einen Vorhang aus hellrosafarbenen Stoffstreifen als Abschluss, der gepaart mit hellem weißem Licht die sommerliche Atmosphäre unterstreicht. Vor diesem stehen fünf Blumentöpfe von ca. 1,30 m Durchmesser mit über 2 m hohen Hyazinthen. Ihre prächtigen weißen Blüten entstanden aus bemalten Plastikflaschen, deren Böden entfernt wurden. Die Knospen bestehen aus umkaschierten, bemalten Schaumstoffbällen. Die aus Holz gearbeiteten dunkelgrünen Blätter werden in ein in den Töpfen montiertes Metallraster gesteckt. Jeder der Töpfe wiegt 350 bis 400 kg, schätzt Kleinen. Die Darsteller klettern auf die Töpfe, laufen darin herum, verstecken sich hinter den Pflanzen. Das Gewicht der Töpfe garantiert eine gewisse Stabilität, doch es musste darauf geachtet werden, dass keine Aktionen einstudiert werden, bei denen der Kipppunkt ungünstig liegt. Kleinen: „Da muss man ein bisschen den Enthusiasmus bremsen.“ Zwei der Töpfe stehen auf Wagen, die ferngesteuert werden. Sie kommen zum Einsatz, als Gwendolen und Cecily den wahren Identitäten ihrer Angebeteten aufgedeckt haben und die Herren ins Verhör nehmen. Die Darstellerinnen sitzen hinten auf den Töpfen, werden durch Fernsteuerung der Blumengefäße nach vorn und zweimal im Kreis gedreht und dabei in Richtung Bühnenrampe gefahren. Kleinen erklärt: „Unter diesen zwei Töpfen befinden sich Elektrowagen, die zwei Bühnentechniker von den Galerien aus steuern.“ Lüdiger ergänzt: „Die Kollegen der Schlosserei haben an den Töpfen je vier Aufhängepunkte installiert, damit man sie vor den Vorstellungen an Seilen hochziehen und in exakter Position auf die vorher aufzuladenden Wagen herablassen kann.“ Weitere Töpfe stehen auf Rollen und werden von Technikern per Hand verschoben.

Als einige Missverständnisse geklärt sind und die zwei Paare „Love is in the air“ anstimmen, gelangen Blüten von allen Seiten auf die Bühne, auch aus der oben erwähnten Versenkung. Ein üppiger Strauch mit weißen und gelben Blüten wird aus dem Schnürboden herabgelassen. Die miteinander verbundenen Äste von ca. 3 cm Durchmesser sind aus Metall gebogen. Gehrke erläutert: „Damit das Gewicht nicht zu hoch ist, besteht nur das Innere aus Metalldraht. Über diesen wurde ein Gartenschlauch gezogen, um die gewünschte Dicke zu erreichen. Dieser wiederum ist stoffüberzogen, mit Papier kaschiert und bemalt. Jede der Blüten von rund 50 cm Durchmesser ist ein aus Pappe, Papier und Holzleim kaschiertes Unikat nach vier Grundformen, die individuell abgewandelt wurden. Gehrke: „Man kann so etwas auch ganz grob machen – je naturgetreuer und filigraner man das nachbildet, umso besser ist die Optik.“ Auch z. B. Hibiskus- und Orchideenblüten wurden originalgetreu erarbeitet, aber um das 25- oder 33-Fache vergrößert. Die Romantik im Spiel endet jäh, als eine auf der Bühne stehende mannshohe Weihnachtssternknospe mit Schwung aufklappt. Wie eine Unheilsbotin erscheint dahinter Lady Bracknell, empört über das Verhalten ihrer Tochter. Diese Konstruktion wurde von Mitarbeitern der Schlosserei ertüftelt. Gehrke: „Die haben Spaß gehabt an der Arbeit, bei der das Ergebnis, aber nicht die Konstruktionsweise vorgegeben war.“ Die Produktion war von der Werkstattauslastung her ausgewogen. Schlosser haben die Ränder der großen Blüten erstellt. Diese Rahmen wurden von einem Dekorateur mit Stretch-Trikotstoff bezogen und anschließend mit Farbe und teilweise Glitter versehen. Bühnenplastiker stellten aus Kunststoffen sowie Teilen von Depafit-Platten die Stempel und Staubblätter her. Die Blätter der großen Blüten werden in Glühbirnensockel-ähnlichen Metallkernen zusammengesteckt, sodass die Blüten aufgehängt oder auf dem Boden platziert werden können.

Der Pool ist ein mit Folie ausgekleideter Holz-Rippenaufbau mit einer abgerundeten Styrodur-Kante am oberen Rand. Eine Stunde vor Beginn der Vorstellung wird er mit 45 bis 50 °C warmem Wasser befüllt. Zunächst steigt im ersten Akt Pfarrer Dr. Chasuble komplett bekleidet ins Wasser, bevor er mit seiner heimlichen Geliebten Miss Prism „Everybody loves somebody sometime“ anstimmt – mit coronagerechtem Abstand auf dem Rand des Pools liegend. In weiteren Szenen springen Gwendolen, Cecily und Algernon ins Wasser. Damit hierin keine Gefahr durch Coronaviren entstehen kann, wird Badeschaum hinzugefügt, denn die Oberfläche der Viren würde durch die Seife zerstört, erläutert Lüdiger. Wellenbewegungen des Wassers werden auf den Vorhang reflektiert, was die flirrende Sommeratmosphäre betont.

Die von Marie-Luise Lichtenthal entworfenen Kostüme spiegeln humorvoll den Lebensstil der Protagonisten wider. So trägt Algernon zu Hause einen locker gebundenen lilafarbenen Morgenmantel, dazu dunkelgrüne lange Shorts, lila-schwarz gestreifte Strümpfe und Stöckelschuhe: ein Bild eines unangepassten Bohèmiens. Als er Besuch empfängt, entspricht er in Hemd und Anzug der Konvention, doch die Farb- und Formwahl ist mit rosafarbenem Rüschenhemd und grünem Anzug extravagant. Bevor es aufs Land geht, beauftragt er: „Packen Sie meine sämtlichen Bunbury-Anzüge ein, Lane!“. Was dies sein mag, erfährt der Zuschauer an einem ausgefallenen Exemplar: Auf Johns Anwesen erscheint Algernon im blaugrün gemusterten Schottenrock mit passender Weste, dazu ein grünes Jackett, schwarze Kniestrümpfe und Stiefeletten und eine rosafarbene Bauchtasche mit Plüschbommeln. John tritt in der Stadt maritim auf mit weißer Hose, blauem Blazer und rotem Halstuch. Ein wenig exzentrisch schauen aus seinen mit Auslassungen versehenen braunen Schuhe rote Socken hervor. Auf dem Land trägt er einen ockerfarben-braun-türkis karierten Anzug und Hosenträger; nach einem schrägen Auftritt in einem Tschador-artigen schwarzen Umhang, als er den Tod seines Bruders Ernst bekanntgibt. Die Kleidung der Bediensteten ist klassisch schwarz-weiß. Miss Prism schöpft in einem weißen Rock mit schwarzen Borten zu einer weißen Bluse mit schwarzen Streifen am stärksten die modischen Möglichkeiten der Arbeitskleidung aus. Mädchenhaft, elegant und schrill zugleich treten Cecily und Gwendolen auf, in kurzen Kleidern und schmalen Röcken, mit bunten Hüten und riesigen Schleifen auf dem Kopf und viel Glitzer. Jedes Outfit inklusive Accessoires ist perfekt Ton in Ton gehalten. So auch bei Lady Bracknell, die Alter und Status entsprechend strenger gekleidet erscheint, in rotem Kleid und Mantel, mal mit roten, mal mit grünen Accessoires, und einer Fuchsstola, die vielmehr einem ganzen Fuchs ähnelt.

Pandemiebedingte Auflagen werden natürlich auch bei dieser Produktion auf und hinter der Bühne befolgt. So gibt es für jeden Darsteller eine Box, in die dessen Requisiten und Accessoires gelegt werden und die nur von dieser Person angefasst werden darf. Nach den Vorstellungen wird alles gereinigt und wieder in die Box gelegt. Für die technischen Abteilungen waren Kurzarbeit und Kontaktbeschränkungen die größte Herausforderung. Das Bühnenbild wurde, wie Gehrke darlegt, im Januar von den Werkstätten geplant. „Da sind wir davon ausgegangen, dass uns alle Kapazitäten so wie im Normalfall zur Verfügung stehen. Und dann kam Corona und da ist alles ein bisschen aus den Fugen geraten.“ Aufgrund der Kurzarbeit entstand das Bühnenbild in zwölf statt sechs Wochen. Künstlerisch-technisch lag die Herausforderung im Zusammenspiel der Details. „Es galt, diese vielen kleinen Sachen als Gesamtbild hinzubekommen.“ Hinsichtlich der Beleuchtung ergänzt Engineer: „Wir sind im Ablauf glücklicherweise relativ unberührt von Corona. Wir müssen bei Aufund Abbauten, wenn wir mit Moving-Lights arbeiten oder große Scheinwerfer hängen, schauen, wie wir es bewerkstelligen, dass sich die Kollegen nicht zu nahe kommen.“ Die Beleuchtung der Produktion wurde mit dem üblichen Verhang des Hauses realisiert: „Alles, was Sie jetzt hier sehen, hängt standardmäßig so und wird für die Stücke eingerichtet. In den letzten Jahren stellen wir immer mehr auf Moving-Lights um, weil es einfach mehr Möglichkeiten bietet.“ „Man kann überall bunburysieren, wo man will!“, sagt Algernon. Dieser Satz aus dem 126 Jahre alten Stück erscheint visionär angesichts der Gegenwart, in der sich jeder anonym in virtuelle Welten versetzen oder sich ein Avatar z. B. namens Ernst schaffen kann. Auch im Lockdown kann man in andere Rollen schlüpfen, bevor die Theater uns hoffentlich bald wieder temporär in andere Welten versetzen. Bei Redaktionsschluss war der neue Premierentermin noch nicht bekannt.

„Bunbury – Ernst ist das Leben“
Inszenierung: Susanne Lietzow Bühnenbild: Aurel Lenfert Kostüme: Marie-Luise Lichtenthal
Licht: Darius Engineer
Komposition: Gilbert Handler
Technischer Leiter Schauspiel: 
Michael Lüdiger

English version available


BTR Ausgabe 1 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 36
von Juliane Schmidt-Sodingen

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