„Das Wechseln erfrischt mich!“
Treffpunkt ist das Literaturcafé im alten Berliner Westen, eine Oase in der Nähe des Kurfürstendamms. Philipp Stölzl eilt herbei, in sommerlicher Kleidung, mit dickem Rucksack und Basecap. Er freut sich an hohen Bäumen und Blumen, die er bei seinen vielfältigen Tätigkeiten sicherlich nicht oft sieht. Zu diesen kommen wir schnell, aber zunächst geht es um den Werdegang.
Karin Winkelsesser: Herr Stölzl, in den über Sie veröffentlichten biografischen Daten ist zu lesen, dass Sie als Erstes eine Ausbildung als Bühnenbildner an den Kammerspielen München bei den internationalen Größen Jürgen Rose und Ezio Toffolutti absolvierten. Wie ist Ihr Interesse am Theater entstanden?
Philipp Stölzl: Ich habe das große Glück gehabt, einen tollen Deutschlehrer zu haben. Ich komme aus einem Vorort von München, und wir sind mit ihm immer ins Theater gegangen. Die Kammerspiele waren in der Zeit der „Place to go“, und so habe ich als junger Mensch erlebt, was an dem Ort passiert, und die Kunstform kennengelernt. Direkt nach dem Abitur hatte ich die Chance, eine Hospitanz an den Kammerspielen zu machen und dabei gespürt, dass das „meins“ ist. Die Vorstellung, noch mal sechs Jahre an der Uni die ...
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BTR 5 2023
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Karin Winkelsesser
Am 29. Oktober 1923 nahm der erste deutsche Radiosender, die spätere Funk-Stunde AG, einen regelmäßigen Programmbetrieb auf. Das Ereignis gilt vielen als Geburtsstunde des öffentlichen Rundfunks in Deutschland. Was damals mit keinem einzigen zahlenden, aber diversen „Schwarzhörern“ begann, entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu den prägenden Massenmedien...
Kay Voges, ein Visionär, der keine Grenzen der Kreativität in Kunst und Technik kennt, der Menschen und den Apparat Theater verbindet und gestalten kann wie kein anderer, hat den Gedanken dieser Akademie als Ort der Forschung, des lebenslangen Lernens und der technischen Entwicklung erfunden. Er hat Mitstreiter und Freunde von der Idee begeistert, und die Politik...
Vorschau
Musiktheater im Hangar
Eine opulente Spielzeiteröffnung gab es für die Komische Oper Berlin, die nun sanierungsbedingt etliche Jahre im ehemaligen Schillertheater residieren wird. Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ mit 83 Chorsänger:innen, über 40 Statist:innen, 20 Chorknaben, 82 Musiker:innen und 3 Solist:innen war ein Ereignis, auch in...
