„Das Sortiment neu erfinden“

Der Transformationsprozess der Beleuchtungsindustrie kann an einer europäischen Marke der technischen Theaterwelt, dem Leuchtenhersteller ADB, exemplarisch verfolgt werden. Marcus Graser, seit September 2019 Geschäftsführer von Clay Paky, und Giovanni Zucchinali, Produkt-Manager Clay Paky/ADB, im Gespräch über die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die aktuelle Situation

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Die Transformation der Industrie hin zu einer nachhaltigen, energieeffizienten Wirtschaft ist eines der Top-Themen unserer Zeit. In der Beleuchtungsindustrie begann dieser Prozess mit dem Ausfädeln der Glühlampen aus dem europäischen Markt. Das Aus für die glimmenden Fäden in evakuierten Glaskörpern mit Edison-Gewinden war gleichzeitig der Start für eine Vielzahl digitaler Alternativen.

Es gab große Umbrüche mit großen Verwerfungen, mit Siegern und Verlierern – und am Ende einen großen Lernprozess, in dem unterm Strich das Licht in unseren Welten nicht nur drastisch effizienter, sondern auch besser wurde.

Herbert Cybulska: Seit 1985 bin ich als Lichtgestalter tätig und kenne seitdem Niethammer, ADB und ARRI als große Hersteller. Mich hat sehr gewundert als ich las: „ADB member oft the ARRI group“. Wie hängen die Unternehmen zusammen?
Marcus Graser (MG): Osram hat im Jahr 2014 Clay Paky gekauft. In 2017/2018 entschied Osram dann – gemeinsam mit Clay Paky – dass Clay Paky die ADB kauft. Tenor damals war: Der Kernmarkt von Clay Paky läuft Gefahr, in die Saturation zu gehen. Es wäre gut, wir würden das Sortiment diversifizieren. Zu relativ überschaubaren Kosten gab es die Möglichkeit, ...

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BTR Sonderband 2024
Rubrik: Markt und Innovation, Seite 86
von Herbert Cybulska

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