Achtung, Lumen!

Jahrzehntelang gab es mit der Leistungsangabe eines Scheinwerfers eine Vorstellung, wie hell der Scheinwerfer sein wird. Mit dem Einsatz von LED-Technik löst jedoch der Lichtstrom die Leistungsangabe als Kennwert ab. Dieser wird jedoch vom Wärmemanagement, der Ansteuerung und der optischen Anbindung erheblich beeinflusst. Wie man hohe Werte in technischen Datenblättern erreichen kann, schildert der folgende Beitrag

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Viele kennen es aus der Tontechnik, wenn die Leistungsangaben der Lautsprecher oder Verstärker ein leistungsstarkes Gerät versprechen und man dann bei der Hörprobe einer Qualität vergleichbar mit einem Transistorradio lauscht. In der Lichttechnik hat dieser Trend auch Einzug gehalten. Wie kann man „Spitzenwerte“ erreichen? Doch zuvor erfolgt ein Auffrischen einiger Grundlagen. Jahrzehntelang hatte man mit der Leistungsangabe eines Scheinwerfers wie z. B. 1,2 kW Halogen oder 575 W MSR eine Vorstellung, wie hell der Scheinwerfer sein wird bzw.

ob er für die Beleuchtungsaufgabe ausreichen wird. Heute ist die Leistungsangabe von LED-Scheinwerfern jedoch mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere die Leistungsklasse der LED kann je nach Wärmemanagement, Ansteuerung und optischer Anbindung erheblich den abgegebenen Lichtstrom beeinflussen.

Wie wird der Lichtstrom erfasst?
Der Lichtstrom „Lumen“ (US: Luminous flux) ist die von einer Lichtquelle in alle Richtungen ausgestrahlte Lichtleistung. Alles Licht, das der Scheinwerfer aussendet, wird in der Kugel diffus in alle Richtungen gestreut und erreicht so auch die Fotozelle eines Sensors. Ein Grund für die hohen Kosten einer Ulbricht-Kugel ...

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BTR 4 2023
Rubrik: Bau & Betrieb, Seite 44
von Herbert Bernstädt

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