100 Jahre Bauhaus – Bruch mit der Zeit
Hundert Jahre Bauhaus Dessau wurden 2025/2026 gefeiert. Und plötzlich wird wieder darüber gestritten, ob das Bauhaus nun große Kulturleistung oder vielleicht doch der Anfang all jener gesichtslosen Kästen war, mit denen später unsere Städte vollgestellt wurden. Die Diskussion ist gar nicht schlecht. Denn natürlich darf man das Bauhaus kritisieren. Man darf eine reich verzierte Fassade schöner finden als einen weißen Quader.
Man darf bedauern, dass mit der Moderne viel Ornament, handwerklicher Schmuck und manchmal auch ein Stück Lebensfreude aus der Architektur verschwunden ist. Ein Ausflug zum Beispiel nach Prag macht diesbezüglich glücklich. Vergleiche bringen aber oft wenig. Deshalb sollte man dem Bauhaus nicht vorwerfen, was Generationen schlechter Architekten und Investoren später aus unseren Gebäuden gemacht haben. Das Bauhaus wollte nicht die Langeweile erfinden. Es stellte eine damals ziemlich radikale Frage: Was braucht der Mensch eigentlich? Licht. Luft. Sonne. Lebenspraktische Grundrisse. Gute Arbeitsbedingungen. Funktionierende Wohnungen. Materialien, die sinnvoll eingesetzt werden. Möbel und Gegenstände, die nicht nur schön aussehen, sondern funktionieren und ...
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BTR Ausgabe 5 2026
Rubrik: Ausstellungen, Seite 61
von Wesko Rohde
Seit dem Barock bilden mit Stoff bespannte Holzrahmen einen unverzichtbaren Bestandteil des (analogen) Bühnenbilds. Erstaunlicherweise hat sich diese klassische Bauweise über die Jahrhunderte hinweg kaum verändert – sie ist leicht, flexibel und in den Theaterwerkstätten fest etabliert. In heutigen Zeiten, mit dem Wissen der modernen Ingenieurwissenschaft, stellt...
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