Zugänglich und fremd
Text ist nach-dem Schreiben war / Schreiben ist wenn Worte werden / Wort ist wenn Buch-staben sind.»
Was bedeutet es etwas zu verstehen oder nicht zu verstehen? Welche Sprache braucht es dafür? Was passiert, wenn der Versuch des (Nicht-)Verstehens selbst zum Ge -genstand der künstlerischen Auseinandersetzung und eines Theatertextes wird? In der Spielzeit 2024/25 trafen sich Autorin Nele Stuhler und Regisseur FX Mayr im Rahmen der Ateliers für die Autor:innentheatertage am Deutschen Theater Berlin.
Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des DT und des inklusiven RambaZamba Theaters begaben sie sich auf eine poetisch forschende Reise; eine Reise ins Innere des Sprechens, des Schreibens, und auch in die des freudigen Missverstehens. Im Laufe einer Spielzeit wurde diskutiert und improvisiert, immer auf der Suche nach einer Sprache, die nicht trennt, sondern öffnet.
«Leichter Gesang» von Nele Stuhler ist das Theatertextecho dieses Prozesses; ein Aufzeigen eines Prozesses, der auch die Frage in sich trägt: Was bedeutet Annäherung überhaupt? Eine ästhetische Annäherung, ein tastendes Ergründen unterschiedlicher künstlerischer Sprachen, Bewegungen, Arbeitsrhythmen. Ein Prozess, der diese ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 164
von Christopher-Fares Köhler
Wie die gute Laune behalten innerhalb einer multiplen Krise? Vielleicht gar nicht. Der Aktivist und Künstler Christophe Meierhans meinte schon 2022, man müsse erstmal richtig im Tal unten ankommen und die Lage akzeptieren, um wieder starten zu können. In der Floating University hatte er damals in Anlehnung an Techniken der Stoiker eine Meditation entwickelt, bei...
ch halte meine Nase in den Wind. Ich atme ein. Ich schließe die Augen. Die Sonne scheint mir direkt ins Gesicht. Würdest Du neben mir stehen und mir direkt ins Gesicht schauen, würdest Du sehen: jedes einzelne kleine Härchen auf meiner Haut strahlt goldentransparent. Ich konzentriere mich auf das Rauschen des Windes. Ich glaube, es zu hören, wie es sich um...
Es soll sehr ernst sein, und auch sehr lustig. Bitte. Aber im Zweifelsfall ernst», wünscht sich Kim de l’Horizon in der Vorbemerkung für das neue Stück «Die kleinen Meerjungraun», und fährt fort: «Humor ist ein Schutzschild, ja. Und nicht nur Pop, please, aber ein bisschen bäängen darf’s schon. Es muss nix neu erfunden werden. Wir sind ja schon da. Wenn auch nicht...
