Warum tun sich Gesellschaften mit sozialem Wandel so schwer?
In Zeiten wie diesen, nach einer vorgezogenen Bundestagswahl und einschneidenden Ereignissen im Oval Office, der politisch angestrebten Vereinbarung zu Sondervermögen und Schuldenbremse, ist man versucht, einen Kommentar zur politischen Lage und Stichworte zur Zeit zu liefern: als engagierter Bürger, Zeitgenosse oder analysierender Beobachter von Politik. Von einem Soziologen dürfen und müssen Sie aber erwarten, dass er weder Politik- oder Politikerschelte betreibt noch sich in allgemeinen Bemerkungen ergeht, die Sie auch Tageszeitungen entnehmen können.
Sie sollten – so jedenfalls mein Anspruch – ein breiteres Deutungsangebot bekommen, das hilft, die gegenwärtige Lage besser einzuordnen. Meine Leitfrage für heute ist: Warum tun sich die Gesellschaften mit sozialem Wandel so schwer? Warum brechen so grundsätzliche Konflikte auf? Warum steigt die soziale Gereiztheit? Wie wird Wandel prozessiert, verkraftet, verarbeitet?
Nun, hier in Dresden könnten Sie mir leicht entgegnen, Sie seien Expertinnen und Experten des sozialen Wandels, schließlich haben viele von Ihnen den Zusammenbruch der DDR und die Turbotransformation der 1990er Jahre erlebt. Man muss sogar sagen, dass die Sachsen ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Umbrüche, Seite 46
von Steffen Mau
Oper? Schauspiel? Performance? Spektaktel? – Egal! Die Inszenierung des Jahres heißt – «Sancta»! Florentina Holzingers queerfeministische Aneignung einer katholischen Messe im Rahmen von Paul Hindemiths Kurzoper «Sancta Susanna»
– u.a. koproduziert von den Opernhäusern in Schwerin und Stuttgart – feiern 9 Theaterkritiker:innen. Auch wenn das Publikum insbesondere...
Uraufführungen
A Nora Abdel-Maksoud
Wokey Wokey (Münchner Kammerspiele)
Duygu Ağal
Paradies-Acker (Düsseldorfer Schauspielhaus)
Sina Ahlers
Schamparadies (Staatstheater Kassel)
Sina Ahlers, Zara Ali und Katharina März
Kritter (AT) (Theater Bielefeld)
Emre Akal
Es sagt, es liebt uns (Nationaltheater Mannheim)
Ayla Pierot Arendt
nach Susan Sontag: Das Leiden...
Wie sähe eine Welt aus, in der wir den multiplen Krisen durch allabendlichen kollektiven Rausch zu entkommen versuchen? Eine Welt, in der Alkohol, Drogen, Stroboskoplicht und Techno-Beats uns für ein paar Stunden vergessen lassen, was draußen lauert, wenn der Kater einsetzt. Diese Versuchsanordnung verhandelt Ferdinand Schmalz in seinem neuen Stück «bumm tschak...
