Warum nicht gleich Malick?

Simon Stones Ibsen-Verfilmung «Die Wildente» verschenkt manche Möglichkeit des Films

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Das Theater geht ins Kino mit wackeligen Beinen und einem schicken neuen Anzug. So ließe sich der mediale Transfer beschreiben, den die Verfilmung von Ibsens «Die Wildente» durch Simon Stone betreibt. Der Australier Stone, geboren in Basel und dort Hausregisseur am Theater, wurde für seine Wiener Inszenierung von «John Gabriel Borkman» in diesem Jahr zum Regisseur des Jahres gewählt.

Der Film kommt in die hiesigen Kinos unter dem Titel von Ibsens Drama, heißt im Original aber «The Daughter».

Der Akzent ist im Film erkennbar, insofern besagte Tochter Hedvig (Odessa Young) die einzige ist, die unter ihrem Ibsen-Namen auftritt. Die der anderen Figuren sind – schicker Anzug – an die Gegebenheiten der australischen Gegenwart angepasst worden, in der der Film spielt. Konsul Werle heißt Henry Neilson (Geoffrey Rush), Sohn Gregers Christian (Paul Schneider). Aus den Ekdals sind die Finchs geworden, und Hjalmar, hier: Oliver (Ewen Leslie), ist auch kein Fotograf mehr, sondern wird arbeitslos, weil Magnat Neilson ein Sägewerk dichtmacht, ohne dass es Auswirkungen auf seinen Wohlstand zu haben scheint. Gina, die Ekdal/Finch-Frau, Hedvig-Mutter und Ex-Neilson/Werle-Geliebte, ...

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Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Matthias Dell

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