Uraufführungen 2024/2025
A Sina Ahlers
Milch & Schuld (Staatstheater Kassel)
Emre Akal
nach Henrik Ibsen: Barrrbie ein Puppenheim (Thalia Theater Hamburg)
Sally Anger
Blockflötenkomödie (AT) (Junges Nationaltheater Mannheim)
B Olga Bach
Im Ferienlager (Schauspiel Stuttgart)
Ingeborg Bachmann und Max Frisch
Wir haben es nicht gut gemacht.
Nach dem Briefwechsel (Schauspiel Frankfurt)
Lukas Bärfuss
Die Krume Brot (Theater Basel)
Raphaela Bardutzky
Altbau in zentraler Lage. Eine Schaueroper (Schauspiel Leipzig)
Golda Barton
Datscha (Sophiensaele Berlin)
Natalie Baudy und David Moser
Escape L3ONCE_und_L3NA (Junges Theater Ingolstadt) The Sky is der Himmel (Theater Erlangen)
Anna Behringer
Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer (Schauspiel Leipzig)
Sibylle Berg
Toto oder Vielen Dank für das Leben (Burgtheater Wien)
Eva-Maria Bertschy
Fremde Seelen (Vorarlberger Landestheater mit Theater Neumarkt Zürich)
Katja Brunner
Die Zähmung der Widerspenstigkeit (Deutsches Theater Berlin)
Dorian Brunz
Schmetterball (Theater Oberhausen)
Noam Brusilovsky
Fake Jews (Deutsches Theater Berlin) Queerinthia (Stadttheater Klagenfurt)
Svenja Viola Bungarten
Der Liebling (Deutsches Theater Berlin) Sibylle (Bühnen ...
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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Daten, Seite 165
von
Sie ist schon da, als sich die Türen des Zuschauerraums öffnen. Sie streift, während das Publikum jetzt langsam hereinkommt, an der Rückwand des leeren Bühnenhauses entlang, sie streift hin und her, kaum zu erkennen im Halbdunkel, scheinbar ruhelos – und doch hochkonzentriert. An den hohen Wänden verlaufene schwarz-graue Tusche, irgendwo auf der Bühne ein Haufen...
Diese Frau soll Kostümbildnerin sein? Zur blauen Jeans trägt sie ein schlichtes, geripptes schwarzes Shirt mit Spaghettiträgern, die wilden Locken hat sie mit einer Spange am Hinterkopf gebändigt, eine schwarze Schirmmütze über die dunklen Haare geschoben. So unauffällig sehen doch Kostümbildner:innen nicht aus; das sind doch die, die man beim Premierenapplaus...
Seit jeher war das europäische Theater eine Ego-Show: Der Mensch hat sich mit sich selbst beschäftigt, Natur kam nur am Rande vor, als Gegenwelt, Bedrohung oder Seelenspiegel. Tragisches spielte sich – aristotelisch, aristokratisch – in Herrscherhäusern ab, tränenwürdig war nur der Sturz der Mäch tigen. Seit dem sozialen Realismus wird dieses Privileg auch den...
