Trip mit Torten

Jörg Pohl «Die Ritter des Mutterkorns» (U) am Theater Basel

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Eine «psychedelische Klamotte» nennt sich der Abend «Die Ritter des Mutterkorns» am Theater Basel. Das trifft es ziemlich gut. Denn Rocko Schamonis Regie und Jörg Pohls Text haben es vorrangig auf die Komik der Ereignisse um die LSD-Erfinder und Vermarkter in Basel abgesehen. Hier, in der Stadt der Pharmaziekonzerne, synthetisierte der Chemiker Albert Hofmann zum ersten Mal LSD-25 aus dem Mutterkorn-Pilz, der sich eklig-schwarz an Roggen festsetzt.

Das setzte eine schon damals recht verworrene Geschichte in Gang, an der nicht nur die Firma Sandoz beteiligt war, sondern auch ein Haufen merkwürdiger Leute, die den Ego-Trip gut fanden und gleich auch noch die Weltrevolution ausrufen wollten und für die Bewusstseinserweiterung der 68er-Bewegung sorgten.

Basels Co-Intendant Jörg Pohl destilliert als Autor aus all dem einen locker-psychedelischen Zweistünder um den abstrusen Orden der Ritter des Mutterkorns. Dessen Mitglieder wollen die Turbovariante ihres Heilmittels, genannt LSD-1000, das der Meister gerade erfunden hat, unter die Leute bringen, aber weil sie ein zwar elitärer, aber wenig gescheiter Haufen sind, zieht stattdessen Marie Leclerc, die Haushälterin des Meisters, mit der ...

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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Valeria Heintges

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