Das Trio und die Dichterfürsten
Ein junger Mann steht vorne vor der Rampe des Weimarer Nationaltheaters, läuft an ihr entlang, wirft einen prüfenden Blick in den Zuschauerraum, als müsse er sich vergewissern, dass sich das Unterfangen lohnt. Ein Blick auf den neuen Ort, wo jetzt das Wesentliche, das Theater passieren soll. Der Startsequenz von Thomas Manns «Felix Krull» wohnt viel Anfang inne. Gut vorstellbar, dass Regisseur und Schauspieldirektor Timon Jansen und seine beide Leitungskollegen Valentin Schwarz und Dorian Dreher ganz ähnlich ihre erste Be -gehung des Theaterhauses absolviert haben.
Seit dieser Spielzeit haben sie als Dreigestirn das Deutsche Nationaltheater Weimar unter ihre Fittiche genommen. Langsam tastend, eine Mischung aus Ehrfurcht und Neugier, diese Bürde aus Verantwortung, aber auch Wertschätzung, die der schön schmückende Titel des Nationaltheaters mit sich bringt und vor dem Goethe und Schiller, festgemauert in der Erde des Theaterplatzes, auf ewig ihren Lorbeerkranz schwingen werden. Kein leichtes Erbe, zumal Vorgänger Hasko Weber elf Spielzeiten lang das Haus geprägt und alles andere als einen unbestellten Acker hinterlassen hat.
Auf der Bühne aber steht keiner der drei, sondern Tim ...
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Theater heute Februar 2026
Rubrik: Start Weimar, Seite 53
von Torben Ibs
Theater ist – bestenfalls – eine Kunst, Journalismus ein Informationssystem. Wie kommen beide zusammen? Kay Voges hat «Theater und Journalismus» zum Schwerpunkt seiner ersten Spielzeit in Köln gemacht. Die ersten vier Produktionen unter diesem Label zeigen, welche unterschiedlichen Mischungsverhältnisse die zwei Bestandteile eingehen können.
Noch vor dem...
AACHEN, DAS DA THEATER
26. Koall nach Herrndorf, Tschick
R. Tom Hirtz
AACHEN, THEATER
20. Zanger, Der Kämpfer (U)
R. Juri Zanger
AALEN, THEATER
8. Brüggemann und Stölzl nach Rottmann, Mats & Milad oder: Nachrichten vom Arsch der Welt
R. Alexandra Stölzl, Coregie Julius und Max Ferstl
27. von Kleist, Der zerbrochne Krug
R. Ella Elia Anschein
ANNABERG-BUCHHOLZ,...
2.2./MONTAG 22.20, arte: Terry Gilliams Welt – Im Reich der Fantasie
Dokumentation von Benjamin Clavel, DF 2022 Pompös und intim, barock und minuziös, burlesk und tragisch – Terry Gilliams Werk ist weitreichend, komplex und von einzigartigem Sinn für Humor geprägt. Der Künstler kennt keine Tabus und bleibt vor allem ein Träumer (online unter arte.tv bis 2.5.2026).
