Theaterneubauten: Große Visionen, kleine Lösungen
Schwarz wölbt sich das tonnenförmige Dach empor, weit sichtbar über der Stadt. Weiß schichten sich Platten am Ufer des Fjords, zwischen ihnen glänzen blaue Fensterreihen hervor. Nüchtern ragt der pyramidenförmige 50er-Jahre-Bau in die Höhe, seine Schlichtheit feiert keine architektonischen Triumphe. Wie sich Theaterbauten im Stadtraum zeigen – hier in Lyon, Oslo und Köln –, ist höchst unterschiedlich.
Doch ihre städtebauliche Einbettung spielt eine wichtige Rolle, ist ihre Architektur doch stets ein Signal an die Städtebewohner: Zu wem setzt sich das Theater in Beziehung? Wer wird hier präsentiert, repräsentiert – und auf welche Weise? Sie sind gleichzeitig Orte der Transparenz und der Öffnung, jedoch auch bergende Schiffe der Kunst, die darin entsteht.
In Frankfurt ging eine Ausstellung diesen Besonderheiten von Theaterbauten nach. «Große Oper – viel Theater?» ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Architekturmuseums (DAM) und des Frankfurter Kulturdezernats. Denn die Ausstellung zeigte Sanierungen und Neubauten europäischer Theatergebäude aus den letzten Jahren und soll damit Ideengeber sein für die Zukunft der Städtischen Bühnen. Wie so viele Bühnen der Republik müssen sie ...
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Theater heute Juni 2018
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Esther Boldt
Es sieht nicht gut aus, das globale Ökosystem. Mit gesichtskonturverflachenden Masken, dazu Basecaps, auf denen «I love Bingo» steht (wobei das Verb neckisch durch ein rotes Herz ersetzt ist) oder Sweatshirts mit der sachdienlichen Information «Everything sucks» tritt es auf der Bühne des Wiener Schauspielhauses zusammen, schickt ab und zu mal einen...
Der deutsche Mann? «Fürs Bedienen zu groß, fürs Herrschen zu klein»: So fasst Bartos (Samuel Finzi), der frischeingestellte «Sklave» im Haushalt des Schönheitschirurgen Claus Müller-Todt, das Mittelmaß seines Arbeitgebers zusammen. Der verfügt in Gestalt von Oliver Masucci zwar über einen markanten Cäsarenschädel, ein dickes Auto, eine schicke modernistische...
Aachen, Grenzlandtheater
2. nach Bergman, Szenen einer Ehe
R. Harald Demmer
Aalen, Theater der Stadt
10. Klöcker, Alle irgendwie manchmal
R. Anne Klöcker und Klara Sandmann
30. Shakespeare, Was ihr wollt
R. Marlene Anna Schäfer
Altenburg/Gera, TPT
10. Molière, Der eingebildete Kranke
R. Manuel Kressin
Ansberg, Kultur am Schloss
16. nach Molière, Tartuffe
R. Markus...
