Stuttgart: Drei Türen

Shakespeare «König Lear»

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Als er vor vierzig Jahren als Stuttgarter Schauspieldirektor das Ensemble um sich versammelte, mit dem er seine außergewöhnliche Karriere als Theaterchef begründete, war Claus Peymann ein vierzigjähriger Gipfelstürmer, den die Stuttgarter erst so richtig lieben lernten, als er nach Bochum und später ans Wiener Burgtheater weitergezogen war. Heute, da er als Intendant ohne Theater die Tragödie eines Königs ohne Königreich inszeniert, tauchen die Stuttgarter mit ihm in eine längst versunkene Theaterwelt ein und erinnern sich an eine Zeit, als auch sie mehr oder weniger jung waren.



Damals war Peymann noch der Regievertraute von Autoren wie Peter Handke und Thomas Bernhard. Große Shakespeare-Dramen wie «Richard III.» oder «Macbeth» inszenierte er schon immer, gelegentlich auch mehrmals. Den alterstollen Lear hat er sich aufgespart und für die Titelrolle Martin Schwab vom Wiener Burgtheater ans Stuttgarter Schauspiel geholt. Auch der gehörte zum Ensemble von Peymanns Stuttgarter Schauspieldirektion, die ihren medialen Höhepunkt in der Hundert-Mark-Spende des Schauspieldirektors für die Zahnbehandlung der in Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen fand.

Das Geschäft der PR-Provokation ...

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Theater heute April 2018
Rubrik: Chronik, Seite 59
von Jürgen Berger

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