Störungen im Betrieb

Sibylle Dudek über Fritz Kater «demenz, depression und revolution»

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«Studie zu drei mythen der gegenwart» untertitelt Fritz Kater sein neues Stück «demenz depression und revolution». Mythen wurden und werden vor allem aus zwei Gründen erschaffen: um eine Erklärung für Unerklärliches zu finden und somit die Angst zu verkleinern und um den eigenen Standpunkt zu bestimmen – in ihnen drückt sich ein Welt- und Selbstverständnis aus. Bei jedem Erzählen formt sich der Mythos neu und entwickelt sich weiter.

Wenn es sich, wie Fritz Kater behauptet, bei den drei Phänomenen Demenz, Depression und Revo­lution also um Mythen handelt, dann liegt es in unserer Macht, wie wir von ihnen sprechen, ob wir sie als schicksalhaft und ausweglos begreifen, oder ob wir sie als Teil unserer Wirklichkeit erleben.

Alle drei Phänomene beschäftigen intensiv die öffentliche Wahrnehmung: Demenz/Alzheimer taucht in verlässlicher Regelmäßigkeit verbunden mit Bekenntnissen Prominenter auf (letztes Beispiel: Rudi Assauer, der in Form einer «Stern»-Titelgeschichte, einer Dokumentation und eines Buches bekannte: «Ich habe Alzheimer»). Als schwere Schicksalsschläge werden diese Fälle beschrieben, unausweichlich und immer ungerecht. Auch die Depression hat in den Medien Karriere gemacht, ...

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Theater heute Jahrbuch 2012
Rubrik: Die neuen Stücke der Spielzeit, Seite 151
von Sibylle Dudek

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Uraufführungen

A

nach Fatih Akin, Ruth Toma, Ralph Schwingel
Kebab Connection (Grips Theater Berlin)

Jorge Angeles
Ya Basta! (Theater Krefeld/Mönchengladbach)

Sefi Atta
Hagel auf Zamfara (Theater Krefeld/Mönchengladbach)

Auftrag:Lorey
Bouncing in Bavaria (Schauspiel Frankfurt)

Thomas Arzt
Alpenvorland (Landestheater Linz)


B

Jalila Baccar/Fadhel Jaibi nach Kafka
Der Prozess...

«Ach, Geschichte. Ah, Leben» – Wie Geschichte erzählen?

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