Showroom 3/24
BERLIN, C/O BERLIN bis 22.5., Valie Export.
Retrospektive
Expanded-Cinema-Aktionen, Performances, Konzeptfotos, multimediale Installationen und urbane Interventionen der feministischen Medien- und Performancekünstler:in Valie Export (*1940), die zwischen 1966 und 2009 entstanden sind, darunter «Tapp und Tastkino» (1968), eine frühe Expanded-Cinema-Aktion, bei der die Künstlerin eine als Kinosaal dienende Box vor ihren nackten Oberkörper schnallt und Passant:innen einlädt ihre Brust zu berühren und die Aktion «Aus der Mappe der Hundigkeit» (1968), bei der Export ihren damaligen Partner Peter Weibel an einer Leine durch das Zentrum von Wien führt, um traditionelle Geschlechterverhältnisse und den voyeuristischen Blick auf weibliche Körper zu hinterfragen.
BERLIN, DAS KLEINE GROSZ MUSEUM bis 3.6., George Grosz. A Piece of my world in an world without peace. Die Collagen
Die Sonderausstellung konzentriert sich auf bisher weniger bekannte Collagen von George Grosz, der auch als Bühnenbildner an Berliner Theatern arbeitete, und spannt mit frühen Fotomontagen zum Leben und Treiben in Berlin bis zu späteren Arbeiten zur schönen, neuen Warenwelt in den USA einen Bogen von Dada bis Pop Art.
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Theater heute März 2024
Rubrik: Daten, Seite 64
von
Der DHL-Botin sitzt die Verstörung im Nacken. Seit Ewigkeiten irrt sie zeitvertragswidrig durch Vorhanggassen, über Bühnenweiten, auf der Suche nach irgendeinem «Hugendubel». Das Päckchen, das die Botin zu tragen hat, ist seither monströs gewachsen, die Miene kalkiger geschminkt denn je.
Jetzt jedoch steht sie ja wieder vor dem Pförtner, jener vertrauten Instanz,...
Drei Romane – drei Weltentwürfe, zwei davon fast parallel vor hundert Jahren im Echoraum des Ersten Weltkriegs entstanden, der dritte erst 2023 und um den sozialen Kahlschlag von den 1980ern bis heute kreisend, haben im Februar (ganz unabhängig voneinander) den Weg auf die drei großen Münchner Schauspielbühnen gefunden. Am Volkstheater startete Claudia Bossard mit...
Wie viele Tatbestände und Stimmungslagen lassen sich mit der Silbe «eke» ausdrücken? Mareike Beykirch bringt es auf gefühlte fünfhundert – in fünf Minuten wohlgemerkt. In Claudia Bauers Kurt-Schwitters-Abend «Ursonate» am Deutschen Theater Berlin bestreitet sie eine komplette Szene ausschließlich mit dieser Lautverbindung. Lässig fällt sie vom konstatierenden ins...
