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Shermin Langhoff: Pflichtfach Weltrettung

Die Welt braucht mehr Utopier*innen

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I would like to think that today we are living the imaginaries of those, who have been long gone», sagte Angela Davis vor kurzem bei einem Auftritt in London. Damit bezog sie sich auf Antonio Gramscis Aussage vom Pessimismus des Intellekts und Optimismus des Willens und sprach weiter: «Yes, we have always to believe that ultimately we will be able to change the world», angesichts der Frage, wie und warum Frau oder Mann trotz oder gerade ob der dystopischen Realitäten im «sogenannten Draußen» Aktivist*innen bleiben oder werden müssen.

Diese Worte treffen mich tief. Denn im selben Moment, in dem ich empha­tisch YES rufen möchte, erkenne ich mich als längst vom Glauben abgefallen. Oder doch nicht? Warum fällt es so schwer, einen solchen Satz ungebrochen auszusprechen? Es gelingt mir, wenn ich an Rosa, meine Tochter, denke. Ihre utopischen Ideen sind ganz konkret. Sie ist gerade volljährig geworden und möchte in die Lehrpläne der Schulen ein neues Fach einführen: «Wie retten wir die Welt». Ein Fach, das Bewusstsein für Friedensarbeit, die endlichen Ressourcen der Erde und den Klimaschutz in Theorie und Praxis vermittelt.

Von diesen beiden Aktivist*innen, also Angela und Rosa, ...

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Theater heute Jahrbuch 2017
Rubrik: Der ideale Staat, Seite 22
von Shermin Langhoff

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