revolution

Ewige Untertanen Die theatrale Installation «Eternal Russia» eröffnete am Berliner HAU das Festival «Utopische Realitäten»

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Eine kompakte rote Fassade, die den Blick auf die Bühne verstellt, mit einer Tür, die – natürlich – verschlossen ist. «Eternal Russia» steht über dem Türsturz, «Ewiges Russland». Ein Mitarbeiter öffnet die Tür und bittet hinein ins Geheimnis der Russischen Revolution, deren Jubiläum das Berliner HAU mit dem Festival «Utopische Realitäten – 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai» (die Vorzeige-Feministin der Sowjetunion) schon zu Beginn des Jahres feierte.


Das HAU, das in den letzten Spielzeiten mehrere Festivals über ikonische Linke – Karl Marx, Peter Weiss, Heiner Müller – oder linke Ideen veranstaltet hat und dabei oft affirmativer blieb, als es den Gegenständen gut tat, unterlief diesmal die drohende Revolutionsverkitschung, indem es die Auftaktinszenierung bei der der Kuratorin und Kriti­kerin Marina Davydowa und der Bühnenbildnerin Vera Martynow in Auftrag gab. Eine mutige Entscheidung, denn «Eternal Russia» ist das erste gemeinsame Theaterprojekt der beiden Russinnen.
Wer durch die rote Tür tritt, landet in einer Art Thronsaal, dessen schwarz-weiß gezackter Fußboden aus einer Vorhölle von David Lynch stammen muss. In der Mitte eine lange, festlich gedeckte Tafel mit ...

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Theater heute März 2017
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Eva Behrendt

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