Reise nach Teheran

nach Nava Ebrahimi «Sechzehn Wörter» am Theater im Fridericianum Kassel

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Ob noch jemand die Frau kennt, die «Farah Diba» war, die Kaiserin an der Seite von Mohammad Reza Schah Pahlavi, jenem «gottgleichen» Potentaten im Iran, den 1979 die Religionsführer um den aus dem französischen Exil zurückkehrenden Ayatollah Ruhollah Khomeini gestürzt haben? Farah Pahlavi, die Witwe des im Jahr nach der iranischen Revolution in Kairo gestorbenen Ex-Kaisers, lebt noch – und kommt vor im Roman von Nava Ebrahimi.

Die Journalistin und Schriftstellerin kam im Jahr vor dem Umsturz in Teheran zur Welt und erzählt im Roman unter dem Titel «Sechzehn Wörter» anhand genauso vieler Begriffe aus dem Persischen die Geschichte von gleich mehreren Wegen der Migration. Anlass dafür ist eine Art später Heimkehr.

Denn Oma ist gestorben – «Maman-Bozorg»; und das ist eines der «Sechzehn Wörter», an denen sich auch die Bühnenfassung von Dariusch Yazdkhasti für das Staatstheater in Kassel entlang bewegt. In sechzehn Szenen, einer pro Wort, von «Kos» (das Slang-Wort für die weibliche Vagina) über den Granatapfel «Anar» bis zu «Dorugh», was «Lüge», und «Azadi», was «Freiheit» bedeutet, gelingt Regie-Team und Ensemble ein sehr dichtes Panorama sowohl der iranischdeutschen Geschichte als ...

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Theater heute August-September 2025
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Michael Laages

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