Regensburg: Respekt und Sehnsucht

Ayad Akhtar «The Who and the What»

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Unspektakuläre Aufklärungsarbeit gehört an manchen kleineren Stadttheatern zum Auftrag. Regensburg zum Beispiel stellt regelmäßig auf der Studiobühne aktuelle Stücke vor, die mit wenig Aufwand und viel echtem Engagement beitragen sollen zum Verständnis der Probleme von Minderheiten in der Gesellschaft. Die Aufführungen finden nicht etwa pflichtschuldig abseits der großen Produktionen statt, sind stets gut besucht und bringen Themen zur Sprache, die sonst in der Öffentlichkeit verschwiegen werden oder über die aus Unkenntnis vorurteils­belastet gesprochen wird.

Wie verletzend reden Männer über Frauen, wenn sie unter sich am Stammtisch sind? Was ist, wenn ein behindertes Familienmitglied einer engeren Beziehung im Weg steht? Alltags-Angelegenheiten, private Sorgen: Wie damit umgegangen wird, erzählt etwas vom Stellenwert, den Toleranz und Empathie im Zusammenleben ausmachen. Ayad Akhtars Vier-Personen-Stück «The Who and the What» führt zunächst beiläufig in das ganz normale Leben einer Emigranten-Familie und stößt langsam in eine Konfliktsituation vor, die hier von Tradition und moderner Lebensweise geprägt ist.

Es spielt in Amerika, wo ein gläubiger Vater, der sich längst ...

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Theater heute Mai 2020
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Bernd Noack

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