Queering the narrative
Es geht um viele erste Male in Leonie Lorena Wyss’ Stück «Blaupause»: die erste Menstruation. Die erste Zigarette. Die erste Masturbation. Das erste Mal in einem Film sehen, wie sich zwei Frauen küssen, und das erste Mal die Farbe Blau entdecken. Und fast ganz am Ende, da geht es darum, das erste Mal laut einen Satz auszusprechen: «Ich habe eine Freundin.» Bis zu dieser Stelle haben wir schon eine ziemlich präzise Ahnung bekommen von der Welt der Protagonistin – und nicht nur von der Welt, die sie umgibt, sondern auch von der Welt, die ihre Gedanken ausmachen.
Genug auf jeden Fall, um schmerzhaft zu wissen, dass dieser Satz «Ich habe eine Freundin» für die Ich-Erzählerin alles andere als leicht und selbstverständlich ist.
Ja, es stimmt, dass es durchaus positive Entwicklungen in unserer Welt gibt – und zu diesen positiven Entwicklungen gehört mit Sicherheit, dass starre Identitätskonstrukte immer mehr ins Rutschen kommen und offener über Homo- oder Transsexualität gesprochen wird. Es stimmt aber leider auch, dass gerade bei Jugendlichen zwischen dem inneren und dem äußeren Coming-Out immer noch durchschnittlich mehrere Jahre vergehen. Und dass queere Jugendliche nicht nur ...
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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Neue Stücke, Seite 164
von Lene Grösch
Ich verzichte auf: Unnötige Autofahrten – außer Eishockeytaschen und Eishockeyspieler müssen transportiert werden, scheint das sehr gut aufzugehen. Manchmal wäre es hilfreich, wenn die Bahn nicht so willkürlich geworden wäre, dass man manchmal einfach in Darmstadt oder Basel Bad so mir nichts dir nichts nachts gestrandet wäre … «Nein, also das nächste Mal fahre ich...
In ihrem berühmten Essay «Anmerkungen zu Camp» schreibt Susan Sontag 1964, dass die wesentlichen Merkmale von «Camp» die Liebe zur Künstlichkeit, zum Artifiziellen und zur Übertreibung sind. «Camp» ist für Susan Sontag das Gefühl für eine bestimmte Ästhetik, etwas, das mit «kitschig» oder «affektiert» nur unzureichend zu übersetzen ist. Für Sontag ist «Camp» der...
Meine persönliche CO2-Klimabilanz ist eigentlich ziemlich gut: Ich fliege fast nie, fahre seit Jahren bei Wind und Wetter mit dem Rad zum Theater und unternehme alle Dienstreisen mit der Bahn. Unser Vier-Personen-Haushalt hat inzwischen einen Energieverbrauch eines durchschnitt -lichen Ein-Personen-Haushalts, unsere Lebensmittel sind größtenteils «Bio». So weit, so...
