Pläne, keine Intrigen
Peter Eschberg, der jetzt im steirischen Ort Kirchberg im Alter von 87 Jahren starb, war nach seiner Ausbildung am Wiener Reinhardt-Seminar ein an den Münchner Kammerspielen (1959–1962), an den Frankfurter Städtischen Bühnen (1963/64) und an den Westberliner Theatern Freie Volksbühne und Schaubühne am Halleschen Ufer (1964–1966) erfolgreicher, mit leichtem Sinn agierender, aber dennoch gesellschaftspolitisch engagierter Schauspieler. Populär wurde er durch TV-Arbeiten, vor allem mit Fernsehkrimis und Durbridge-Folgen in den 1970er Jahren.
1973/74 war er Spielleiter in Göttingen, ab 1976 in Köln. 1981 übernahm er die Leitung des Bonner Schauspiels. Hier bewirkte er die Trennung des Schauspiels von der Oper und begründete die Godesberger Kammerspiele. Mit der Spielzeit 1991/92 übernahm Eschberg als Nachfolger von Hans Peter Doll das Schauspiel Frankfurt, das er dann ein Jahrzehnt lang umstritten, aber doch erfolgreich leitete, weil er auf das hektisch verlaufende Zeitgeschehen mit oft spannenden Aufführungen reagierte, die genügend Humor und Reflektionskraft besaßen. Auch wenn Kritiker heftig opponierten, stützten ihn Stadtregierung und Kulturreferat. «Nur so vermag das Theater ...
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Theater heute November 2024
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Klaus Völker
In Frau Yamamotos Haus gibt es viele Wohnungen. Auf Florian Lösches Bühne im Zürcher Pfauen könnten sie in Japan liegen, so filigran muten die sich verschiebenden, sich hebenden und senkenden Transparent -folien an, in denen sich der Raum in ständiger Bewegung strukturiert. Oder aber in Italien, so eisdielenbunt sind die Farben der Folien, so kontrastreich und...
Neue Stoffe für die Bühne, mal was anderes als die Klassiker, bei denen sich da über die Jahrzehnte und -hunderte zu viel weltbildlicher Staub auf dem Kanon-Rücken angesammelt hat. Na, dann macht mal, muss sich Volkstheater-Intendant Christian Stückl gedacht haben, lässt er die Spielzeit doch von zwei Regisseurinnen mit frischen Stoffen eröffnen: Yorgos Lanthimos’...
BERLIN, DAS KLEINE GROSZ MUSEUM
bis 25.11., Was sind das für Zeiten? – Grosz, Brecht & Piscator
Mit zahlreichen Leihgaben des Bertolt-Brecht-Archivs, der Kunstsammlung der Akademie der Künste, des Stadtmuseums Berlin sowie aus öffentlichen und privaten Sammlungen präsentiert die letzte Ausstellung des kleinen Grosz Museums die epochalen Werke, an denen Grosz,...
