Mit Herzchäferli am Telefon
Eine «Gesellschaft mit besonderer Hingabe», kurz «GmbH», wolle man in Basel präsentieren, verspricht der Titel. Und eine besondere Hingabe zu den fünf Spieler:innen des Zürcher Theaters HORA, in dem ausschließlich Menschen mit mehrheitlich kognitiver Beeinträchtigung Theater machen, kann man in dieser neuen Inszenierung von Christoph Marthaler in der Tat entdecken. Denn die Horas stehen wie selbstverständlich neben den vier Spieler:innen des Ensembles auf der Bühne. Mehr noch: Die neun bilden eine eingeschworene Gemeinschaft, eine Büro-Gemeinschaft.
Gekleidet in Gedeckt-Braun oder Gedeckt-Blassblau, zuweilen auch in wagemutig Blass-Getupft oder – Alleinstellungsmerkmal von Tiziana Pagliaro – im leopardenfelligen Zweiteiler (Kostüme Sophie Reble) arbeiten sie alle in einem Test-Betrieb: prüfen etwa Kopfkissen, Staubsauger oder Ventilatoren. Dabei stellen sie sich zuweilen professionell, zuweilen aber auch höchst ungeschickt an – wo ist noch gleich die Steckdose?
Dabei hat jede, wie in jedem ordentlichen Betrieb, ihre festgelegte Aufgabe: Eine ist Chefin, einer Chef, wie eine freundlich-bestimmte Stimme beim jeweils ersten Auftritt verkündet, eine Pöstlerin, einer Pförtner, eine ...
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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 14
von Valeria Heintges
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Theater heute «Wokey Wokey» trägt sein Thema im Titel. Es geht um eine gescheiterte Neuverfilmung von George Orwells «1984», bei der die Sprech- und Denkverbote mit woken Thesen gleichgesetzt werden. Das Thema verfolgt Sie: Schon 2017 haben Sie im Berliner Gorki Theater ihr Stück «The Sequel» uraufgeführt, in dem es ebenfalls um eine Neuverfilmung von «1984» geht,...
