Mehr feste Bindungen
Möglicherweise waren es die plötzlich gewonnene Zeit des Reflektierens und die Leerlauf-Phasen der Lockdowns, die die strukturellen Probleme der Theaterbetriebe deutlicher denn je in aller Munde gebracht haben. Probleme, die lange vor sich hin gegärt haben und nun geradezu herausquellen aus den Theatern. Die Liste ist lang.
Hat die Pandemie-Erfahrung zu einem Hinterfragen der Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns geführt? Hat ein Mehr an Lebensqualität durch weniger Stress zu kritischeren Einstellungen geführt? Ist es nun endlich an der Zeit, all diese Probleme wirklich und endgültig anzugehen?
Einige Betriebe versuchen bereits, diverser, paritätischer und inklusiver zu werden, strukturellen Rassismus abzubauen; Diskriminierung, Sexismus und Machtmissbrauch zu verhindern und neue Organisationsmodelle und Chancengerechtigkeit zu etablieren. Wenn es auch nicht immer sofort reibungslos funktioniert, muss dieses Ansinnen unbedingt unterstützt, fortgesetzt und kontinuierlich ausgebaut werden. Es darf auch nicht nur bei ein paar Häusern bleiben. Deshalb ist es um so wichtiger – auch in Zukunft –, sämtliche vorherrschenden Missstände immer wieder zu benennen und zu bekämpfen. ...
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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 90
von Jakob Weiss
Die brutalen Folgen des Klimawandels werden sichtbar: Der Meeresspiegel steigt, Dürre- und Hitzeperioden nehmen zu, Hochwasser, Stürme und Überschwemmungen richten Verwüstungen an. Das Eis im Nordpolarmeer schmilzt dramatisch. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht oder bereits ausgestorben. Die Klimakrise schreitet jeden Tag voran, global und allgegenwärtig....
Wie gelangen wir sicher ins Innere? Und wieder hinaus, ohne den Halt zu verlieren?», fragt sich gleich zu Beginn von Kevin Rittbergers neuem Stück «Wir sind nach dem Sturm» der Bergrat Wilhelm August Julius Albert. Die Rede ist vom Vordringen in die Erde, die doch so viele Schätze unter ihrer harten Kruste verbirgt, die scheinbar gehoben sein wollen. Gleichzeitig...
Das ist die Geschichte einer Heimkehr. Wer kennt das nicht, erst einmal sprudeln vor Nostalgie und im zweiten Moment vor der Spießigkeit der unterschiedlichen Rasenmähergeräusche in die Knie gehen. Die Eigenwahrnehmung wird wieder auf Reset gesetzt, zurück in die Kindheit, zurück nach Hause, wo alles beim Alten geblieben ist.
In Fabienne Dürs «Gelbes Gold» kehrt...
