Kulturpolitik: Mehr Mut gegen Rechts
Wie verändert die Präsenz der AfD das Handeln von Theater? Das ist im Kern die Frage, wenn man die Vorgänge aus Freiberg rund um eine kleine Buchvorstellung betrachtet, die am 28. März im Zuge der Veranstaltungsreihe «Dialog – Wir haben die Wahl 2019. Was ist zu tun» im dortigen Theater stattfinden sollte. Sollte. Denn auf Druck des Oberbürgermeisters der Stadt wurde die Veranstaltung kurzfristig verlegt. Raus aus dem Theater, rein in den städtischen Festsaal.
Zunächst eine Petitesse, Veranstaltungsorte wechseln aus organisatorischen Gründen oder weil der eine Saal dann doch das bessere Ambiente bietet als der andere Saal. Doch am Theater in Freiberg, das zusammen mit Döbeln das Mittelsächsische Theater bildet, liegen die Dinge anders, denn Oberbürgermeister Sven Krüger veranlasste die Verlegung der Buchvorstellung mit Diskussion explizit aus politischen Gründen. Auf eine Anfrage zu dem Vorgang schreibt er: «Als Oberbürgermeister und damit oberster Dienstherr der Kommune habe ich die Pflicht – besonders bei bevorstehenden Wahlen –, das Neutralitätsgebot zu wahren. Das und nichts anderes habe ich mit der Verlegung dieser Veranstaltung erreichen wollen.»
«Angstprediger»
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Theater heute Oktober 2019
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Torben Ibs
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