Krise auf mehreren Ebenen

Die Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen. Ist das Theater in den USA noch zu retten?

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In den USA bricht nach der Pandemie die Theaterlandschaft zusammen. Das Publikum «ist nicht wiedergekommen», heißt es allerorten, und die Theater, die ausschließlich auf die Einnahmen angewiesen sind, müssen reihenweise schließen. Etablierte Institutionen wie die Autor:innenwerkstatt LARK in New York, das HUMANA Festival in Louisville und viele mehr verschwinden urplötzlich von der Landkarte oder schrumpfen bis zur Unkenntlichkeit.

Dieser ökonomische Aspekt wird begleitet durch das seit Jahren anhaltende Ringen um einen Umbau der Theaterlandschaft, um bisher benachteiligte Gruppen endlich in Entscheiderpositionen zu bringen. Wie wirken sich diese Umstände auf Autor:innen aus?

Die Branche und ihre Struktur waren schon vor Corona im Scheitern begriffen. Im gemeinnützigen (non-profit) Bereich gab es von jeher zu wenig Geld, und nachdem 2020 die Black-Lives-Matter-Bewegung ihre Forderungen endlich stärker durchsetzen konnte, um dem Rassismus nach George Floyds gewaltsamem Tod etwas entgegenzusetzen, war deutlich: Das System des US-Theaters muss sehr schnell grundlegend umgebaut werden.

Nur gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das geschehen könnte. Während sehr viel ...

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Theater heute Februar 2024
Rubrik: International, Seite 39
von Henning Bochert

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