Körper und Worte
«Alles ist vorbereitet für die Gentrifizierung, für den Aufschwung – nur die Protagonisten fehlen» – so beschrieb die in Gelsenkirchen aufgewachsene Theater- und Essayautorin Enis Maci in ihrer Eröffnungsrede die Lage des Ruhrgebiets. An diesem Widerspruch arbeiten sich die Ruhrfestspiele genauso wie die Ruhrtriennale ab: ein Programm für das gegenwärtige Publikum der Region und gleichzeitig ein Programm für die überregionale Öffentlichkeit machen zu wollen, das die künftige Attraktivität der Region erhöht.
Intendant Olaf Kröck versucht das nicht mehr wie sein Vorgänger Frank Hoffmann mit Eigenproduktionen, Gastspielen mit Hollywood-Prominenz oder einem Reigen von kofinanzierten Uraufführungen deutscher Stadttheater, sondern mit mehr Tanz, Neuem Zirkus und einem ausgeweiteten Programm von Kinder- und Jugendtheater, Kabarett, Lesungen und Gesprächen. Das war 2019 erfolgreich, trotz des um fast eine Million Euro reduzierten Etats. Aber dann kam die Pandemie, und die Ruhrfestspiele mussten 2020 abgesagt werden. 2021 wurde dann das Jahr von Bangen und Hoffen: Alles wurde zweifach geplant, als Live-Performances mit Publikum und als Internetstreaming. Im April entschied man, rein ...
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Theater heute August/September 2021
Rubrik: Festivals, Seite 49
von Gerhard Preußer
Neun Tage Festival, ein Dutzend Hochschulen, 23 Produktionen: «So viel junges Theater gab es beim Körber Studio noch nie», beschreibt Thalia-Intendant Joachim Lux die Ausgabe des diesjährigen Festivals «Körber Studio Junge Regie». Was euphemistisch nach Rekorden klingt, ist natürlich eine bittere Folge der Pandemie-bedingten Theaterschließungen. Entsprechend musste...
1.
Hören Sie mir beim Nachreden zu. Ich kann mir nichts erklären, was nicht andre schon erklärt haben. Ich kann kein Verhalten zeigen, aus dem man etwas erkennen könnte. Sie werden nie entscheiden können, was ich ursprünglich geschöpft, erfahren, errungen habe und was abgeschrieben und nachgeredet ist. Ich drehe das Licht an, schlage die Zeitung auf und schreibe...
AACHEN, THEATER
17.9. Payne, Konstellationen
R. Lisa Heinz 25.9. Wedekind, Lulu
R. Ludger Engels
ALTENBURG GERA, THEATER
5.8. Natschinski, Mein Freund Bunbury
R. Anna-Lisa Canton 13.8. Jacobs und Netenjakob, Extrawurst
R. Alexander Flache
ANSBACH, THEATER ANSBACH – KULTUR AM SCHLOSS
17.9. Albee, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
R. Maya Fanke
18.9. Zelter,...
