In realer Unwirklichkeit

Der Briefwechsel zwischen Max Reinhardt und Helene Thimig im Exil 1937 bis 1943

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Max Reinhardt war 44 Jahre alt, verheiratet mit Else Heims, der klassischen Ersten Liebhaberin seines Ensembles, war Vater zweier Söhne sowie einer unehelichen Tochter aus einer Affäre mit einer Sängerin, als er sich 1917 in die ebenfalls verheiratete Helene Thimig verliebte, die er 1913 entdeckt und vom Königlichen Schauspielhaus an sein Deutsches Theater engagiert hatte.

Künstlerisch und wirtschaftlich war für ihn die Theaterarbeit in Berlin von 1905 bis 1920 die reichste Zeit. 1914 widersetzte sich Reinhardt allem patriotischen Wahn und der Kriegshetze.

Er bezog Stellung mit Shakespeare-Zyklen, mit Büchners Schauspiel «Dantons Tod» und den «Soldaten» von Lenz. Er gastierte mit seinen Insze -nierungen von Goethes «Faust» und Strindbergs «Totentanz» im neutralen Ausland, in den skandinavischen Ländern und in der Schweiz. Dort träumte er von Festspielen an einem See, in friedlicher Berglandschaft. Helene Thimig bestärkte ihn, das verlassene Barockschloss Leopoldskron in Salzburg zu erwerben. Mitte April 1918 kaufte Reinhardt dieses Schloss und schrieb an die Geliebte: «Leopoldvertrag unterzeichnet, gott schenke uns fuer dieses koestliche gehaeuse die gluecklichsten inhalte … ich ...

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Theater heute Dezember 2023
Rubrik: Bücher, Seite 50
von Klaus Völker

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ORT Deutschland
ZEIT Im Herbst

 

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