In realer Unwirklichkeit
Max Reinhardt war 44 Jahre alt, verheiratet mit Else Heims, der klassischen Ersten Liebhaberin seines Ensembles, war Vater zweier Söhne sowie einer unehelichen Tochter aus einer Affäre mit einer Sängerin, als er sich 1917 in die ebenfalls verheiratete Helene Thimig verliebte, die er 1913 entdeckt und vom Königlichen Schauspielhaus an sein Deutsches Theater engagiert hatte.
Künstlerisch und wirtschaftlich war für ihn die Theaterarbeit in Berlin von 1905 bis 1920 die reichste Zeit. 1914 widersetzte sich Reinhardt allem patriotischen Wahn und der Kriegshetze.
Er bezog Stellung mit Shakespeare-Zyklen, mit Büchners Schauspiel «Dantons Tod» und den «Soldaten» von Lenz. Er gastierte mit seinen Insze -nierungen von Goethes «Faust» und Strindbergs «Totentanz» im neutralen Ausland, in den skandinavischen Ländern und in der Schweiz. Dort träumte er von Festspielen an einem See, in friedlicher Berglandschaft. Helene Thimig bestärkte ihn, das verlassene Barockschloss Leopoldskron in Salzburg zu erwerben. Mitte April 1918 kaufte Reinhardt dieses Schloss und schrieb an die Geliebte: «Leopoldvertrag unterzeichnet, gott schenke uns fuer dieses koestliche gehaeuse die gluecklichsten inhalte … ich ...
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Theater heute Dezember 2023
Rubrik: Bücher, Seite 50
von Klaus Völker
Wer versammelt sich, wenn die Freie Szene der Darstellenden Künste Theater macht? Wer sind eigentlich die «People formerly known as audience»? Es sind «Bürger:innen, zahlende Gäste, Follower:innen, Applaudierende, Mitleidende, Co-Creator:innen, Co-Hosts, Audience, Teilnehmer:innen», zählen die zehn Lab-Kurator:innen in ihrer launigen Kollektiv-Rede auf. «Das...
Guten Abend, willkommen, der Herbst: Rentrée!, wir springen gleich rein, head on, ins Thema: Familie und Gewalt
I THEMA
BARACKE, Familie und Gewalt, das ist das zentrale Thema dieses Stücks, ganz simpel und klar. Es zieht mich immer hin zu großen, einfachen Themen, die etwas Banales, fast Archaisches haben, RAVE: das Feiern, IRRE: der Wahnsinn, ABFALL für alle: das...
»Ich bin der Haß«
SOHN
DIE LIEBENDEN
BEA
RAMIN
DAHEIM
VATER
MUTTER
KIND
SOHN
TOCHTER
STIMMEN UND GESICHTER
Nachtleben Berlin; Bohème Krölpa: Uwe, Freya, Frau von Loewen, Gerry, Marc; Großfamilie München; Familie abends Dresden; Jahre, Jahre
JETZT
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Prolog
I Party
II Liebe
III Freunde
IV Familie
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ORT Deutschland
ZEIT Im Herbst
PROLOG
Schläge Schreie Rufe
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