Heiliger Ernst im Schwarzen Loch
Vom Tod ist erstaunlich häufig die Rede gewesen – aber das hat in den Braunschweiger Festival-Tagen keine tiefere lokale Bedeutung. Obwohl «Fast Forward» Abschied nimmt, das «europäische Festival für junge Regie» also nicht mehr im späten Herbst den Spielplan des örtlichen Staatstheaters beleben und bereichern wird – aber es stirbt ja nicht.
Sondern zieht nur um: Mit dem Intendanten Joachim Klement, der es vor fünf Jahren installiert hatte am neuen Arbeitsplatz, wechselt auch das Treffen der Talente nach Dresden; und nach gegenwärtigem Stand der Dinge wird es dem Staatsschauspiel dort und vor allem der Pegida-geschundenen Stadt einen gehörigen Schub an Internationalität verpassen. Schon der Preis des Festivals, eine Inszenierung am Staatstheater, wird nicht mehr in Braunschweig, sondern demnächst in Dresden realisiert werden; und dass da mit Data Tavadze ein Theaterkünstler aus Georgien mit am Dresdner Start von «Fast Forward» stehen wird, wirkt bereits jetzt wie ein starkes Zeichen. Auch das Engagement der ETC, der «European Theatre Convention» (zu deren Vorstand Joachim Klement gehört und die «Fast Forward» stets mit Tagungen begleitet), ist ein Signal in und ...
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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Junge Szene, Seite 42
von Michael Laages
Daten
Aachen, Grenzlandtheater
31. Delaporte und de La Patellière,
Das Abschiedsdinner
R. Udo Schürmer
Aachen, Theater
19. Projekt, Eine Handvoll
R. Robert Seiler
27. Miller, Alle meine Söhne
R. Michael Helle
28. Nicht mit uns! – Zauberland
ist abgebrannt
R. Florian Hertweck
Aalen, Theater der Stadt
11. Stamm, Agnes
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg...
Nicht wirklich lustig, vier Tage nach der Schockstarre, in die die US-Wahlen geführt hatten, lustig sein zu wollen. Mit einem Stück, in dem es um einen Egoisten geht, der der Frau seines Freundes in den Schritt greift und alle Prinzipien lustvoll über Bord wirft, wenn es ihm nützt. Der Egoist heißt Johann Fatzer, ersonnen hat ihn Bertolt Brecht vor knapp 90...
Nach drei Stunden endlich sprengt der Schmerz den Panzer. Hauke Haien, der nordfriesische Deichgraf, hat Recht behalten, aber es nützt ihm herzlich wenig. Sein neuer Deich würde halten, hätten ihn nicht seine Gegner durchbrochen. Die Sturmflut reißt Haukes Frau Elke und das gemeinsame Kind vor seinen Augen in den Tod. Johan Simons, der Theodor Storms...
