Freie Szene Berlin: Wo die Miete alles auffrisst

Weil der Berliner Immobilienmarkt Stadt und Kunst zusetzt, wird er zunehmend zum Thema der Freien Szene – auch des Performing Arts Festivals

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Im Februar vergab die Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser erstmalig den «Weak Art Award» – einen «Preis für herausragende Leistungen zur Schwächung der Kunst in Berlin». Leicht dürfte der vierköpfigen Fach-Jury ihre Entscheidung angesichts der aktuellen Immobilienmarktlage und der zahlreichen Nominierungen nicht gefallen sein.

Doch schließlich einigte man sich in der Kategorie «Personen/Unternehmen/ Institutionen» auf Udo Schlömer, CEO der Fac­tory Works GmbH, der die Kunst- und Kleingewerbestandorte Atelierhaus POST OST in der Palisadenstraße und den Gewerbehof Lohmühlenstraße erfolgreich abgewickelt hatte. Dabei würdigte die Jury insbesondere Schlömers Leistungen in den Bereichen «Art-Washing», «Scheinkommu­nikation mit Künstler*innen» und «Instrumentalisierung des Kreativ-Begriffs für Gewinnmaximierung». 

Dauerkrisendiskurs

Mit der Wahl seines Festivalzentrums positionierte sich das diesjährige Performing Arts Festival (PAF) wieder prominent im Berliner Dauerkrisendiskurs «Wem gehört die Stadt?!». Nach der temporären Nutzung des Entwicklungsobjekts Alte Münze im Jahr 2017, um dessen Zukunft als Standort der Freien Szene die «Initiative Spreewerkstätten» noch immer mit der ...

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Theater heute Oktober 2019
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Anja Quickert

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