Fragen der Gerechtigkeit
«Bürgerkrieg ist höchstes Bürgerglück.» Thomas Braschs reichlich freie Übersetzung des Auftrittsmonologs macht ganz klar, was die Themen von «Romeo und Julia» sind: Krieg und Glück der Bürger. Das «Stadt:Kollektiv», Nachfolger der «Bürgerbühne» des Düsseldorfer Schauspielhauses, spannt in Bassam Ghazis Inszenierung das Band zwischen Bürgerliebe und Bürgerkrieg, bis es zerreißt. So bleiben nur noch Fetzen übrig, ein Szenenpuzzle, das man sich mit etwas Mühe zusammensetzen kann.
Rollenspiel und Selbstdarstellung sind Grundbedürfnisse des Menschen, die das Düsseldorfer Schauspielhaus mit solchen Inszenierungen, drei pro Spielzeit, und einem fast täglichen Programmangebot bedienen kann. Unter der Leitung von Birgit Lengers wird die partizipative Sparte ausgebaut.
Fünfzehn Darsteller:innen unterschiedlichen Alters zwischen 14 und 62, Laien allesamt, spielen Kinderliebe und Kindertod. Wie auch im professionellen Theater sind Romeo und Julia mehrfach und geschlechtsunabhängig besetzt, vier Julias, drei Romeos. Bei Inszenierungen mit Laien ist nicht nur die einigermaßen gleichgewichtige Verteilung der Spielanteile nötig, sondern auch die Entfaltung der Persönlichkeiten. Und zum aktuellen ...
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Theater heute November 2024
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Gerhard Preußer
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Die Fassung...
Am Vormittag des 12. November 2019 versammelt sich im Rathaus der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten eine von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) angeführte Gruppe. Die Stimmung ist aufgekratzt, siegessicher verfolgt die Delegation per Livestream, welche österreichische Stadt sich – nach Graz 2003 und...
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