Heimatfolklore
Das neoliberale Unternehmen Hamburg hat ein Imageproblem. Gerade glaubte sich Hamburg noch weitgehend ungestört bei der Realisierung von Elbphilharmonie-Großvisionen und überhaupt ganz vorn in Sachen Stadtentwicklungstraum, da kommt seitens der zwangsmitentwickelten Stadtbevölkerung tatsächlich Protest «in die Gänge» und behauptet sein «Recht auf Stadt».
Seit Sommer widersetzt man sich in Hamburg investorenbedingten Aufräumarbeiten in der Künstlerkolonie «Gängeviertel», schließen sich politische wie unpolitische Kräfte zusammen und veröffentlichen ausgerechnet künstlerische Exportschlager wie Rocko Schamoni, Melissa Logan oder Peter Lohmeyer ein «Not in our name, Marke Hamburg!»-Manifest, indem sie der Stadt als globalisiertem Creative-Industrie-Komplex ihre lokale Kreativ-Kooperation aufkündigen.
Rettendes Großbürgererbe
Die soziale wie künstlerische Aufregung steht also unter dem Stern von Gentrifizierungs- und Globalisierungskritik, und dazu passend und gut platziert zum Familienevent Weihnachten kehrt die Hamburg-Hommage «Soul Kitchen» von Fatih Akin ein ins deutsche Kino. Mit der Ansage «dirty Heimatfilm» nimmt Akin darin «den Kampf für die Heimat als Ort, den es in einer ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
In der Ausgabe Nr. 11, November 2009 von «Theater heute» ist auf Seite 1 ein Beitrag unter der Überschrift «Mann über Bord» enthalten mit unrichtigen Behauptungen.
1. Unzutreffend ist: Mit großer Herablassung gegen die Erfahrungen seiner Mitarbeiter erklärt Frey den Betrieb für «verkrustet» oder «eingefahren», die künstlerische Tradition des Theaters für «zu...
Martin Kusejs Wiener Inszenierung von Karl Schönherrs «Weibsteufel» war eine der erfolgreichsten Produktionen der Saison 2008/09. Die Aufführung wurde zum Theatertreffen eingeladen, das Ensemble wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr in der Theater-heute-Umfrage zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt.
Auch beim Publikum war...
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 00 41/1/261 21 79
25. Shanley, Zweifel
R. Anja Junski
Aachen, Theater
Kasse: 0241/47 84 244
16. von Mayenburg, Der Stein
R. Nicolai Sykosch
21. Mansmann nach Horváth, Jugend ohne Gott
R. Nora Mansmann
22. nach Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
R. Ann-Marie Arioli
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/522 600
7. Keun,...
