Emotionale Geländeerweiterung
Ella und Kai sind damit beschäftigt, sich gegenseitig davon abzuhalten, endlich auch in den eige -nen vier Wänden mal was Gutes zu tun. Oder besser gesagt: Kai tut so, als würde er sich gerne dem Kind widmen, das seit Kurzem in einem der angrenzenden Räume sitzt und überaus selbstgenügsam vor sich hin malt. Und Ella? Sie lehnt das mit dem Kind ja nicht grundsätzlich ab, bremst Kai aber doch aus, weil sie wohl realistischer einschätzt, was so ein neues Leben für das eigene Leben im High-End-Loft bedeuten würde.
Warum das Kind hier gelandet ist, weiß nur Kai.
Die leibliche Mutter war wohl drogenabhängig und ist gerade gestorben. Die Antwort auf die Frage, ob Kai ganz plötzlich den Gutmenschen in sich entdeckt hat und warum er sich jetzt für deren Kind verantwortlich fühlt, steht in den Sternen. Wie dem auch sei, es kann ja sowie -so nicht funktionieren. Schließlich sitzt Ella auf gepackten Koffern und soll in New York einen Job als UN-Sonderbeauftragte antreten, während Kai nicht mal eine Orange schälen kann und in Zürich einen Vortrag halten soll, der noch nicht geschrieben ist. Und dann kommt auch noch die Quasselstrippe aus der Nachbarschaft vorbei, der angeblich die Zahnpasta ...
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Theater heute Juni 2023
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Jürgen Berger
ALTENBURG/GERA, THEATER
30. Samjatin, √My Episode I: Willkommen in Mytopia (U)
R. Manuel Kressin
BADEN-BADEN, THEATER
9. Majumdar, GewaltFreiheit – Tibet (Pah-Lak)
R. Lhakpa Tsering und Harald Fuhrmann
18. Golding, Herr der Fliegen
R. Isabell Dachsteiner
30. Norman und Stoppard, Shakespeare in Love
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BAMBERG, ETA HOFFMANN THEATER
30. von Horváth, Zur...
Per aspera ad astra. Durch Niederungen zu neuen Höhen. Zwei Jahre nach der wirklich sauren Corona-Ausgabe ist die große Biennale des Kinder- und Jugendtheaters «Augenblick mal!» zurück. Und stärker denn je. Die Bildschirme des Social-Distancing-Festivals 2021 sind vergessen, man streift wieder durch die ganze Stadt Berlin und lässt sich etwa am Grips Theater zu den...
Am 23. April dieses Jahres ist der Berliner Theaterwissenschaftler Joachim Fiebach im Alter von 88 Jahren gestorben. Von 1995 bis 1998 habe ich bei ihm studiert, danach haben sich unsere Wege nur noch sporadisch gekreuzt. Angesichts seiner mehr als ein halbes Jahrhundert umspannenden akademischen Karriere und einer noch viel länger währenden Beschäftigung mit dem...
