Diesseits der Leinwand

nach John Steinbeck «Jenseits von Eden» (Theaterkino)

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Das Heidelberger Schauspiel hat sich in der Zeit des Theaterneubaus darauf verlegt, in
einer der Ausweichspielstätten Hollywood-Klassiker zu reanimieren. Scheint naheliegend zu sein, immerhin ist die Spielstätte ein ehemaliges Kino. Im Fall von «Wer hat Angst vor
Virginia Woolf?» und «Endstation Sehnsucht» war das ein Schlag ins Wasser, weil es die Filme bereits als Theaterstück gibt und man sich auf der Bühne mit dem Nachempfinden von Leinwandposen und -haltungen à la Hollywood begnügte.

Dass jetzt, da das Theater die Spielzeit mit John Steinbecks Kain-und-Abel-Geschichte eröffnet hat, ein Theaterabend diesseits der Leinwand daraus werden konnte, hat mit der fehlenden Bühnenadaption und damit zu tun, dass Nina Steinhilber und Sarantos Zervoulakos zuerst einmal eine Spielfassung erstellen mussten.

Dabei gehen die Dramaturgin und der Regisseur einen Schritt weiter als Paul Osborn, der das Drehbuch zu Elia Kazans Verfilmung schrieb. Ging es damals nur um die Speckseite der Geschichte aus dem kalifornischen Salinas-Tal, also um den Farmer Adam, der einen seiner beiden Zwillingssöhne bevorzugt und den anderen so kränkt, dass Unheil unausweichlich ist, holen Steinhilber/Zervoulakos ...

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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Jürgen Berger

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