Die richtige Balance

Die Pandemie ist noch nicht vorbei: der Berliner Kultursenator im Gespräch über die langsame Wiedereröffnung der hauptstädtischen Kultur

Theater heute - Logo

Theater heute Aus der letzten Sitzung des Berliner Kulturausschusses werden Sie zitiert mit dem Satz, mit Ihnen würde es keinen Tag X geben, an dem die Bühnen auf einen Schlag wieder öffnen könnten. Auch im Herbst werde es nur schrittweise vorangehen. In anderen Bundesländern wie in Nordrhein-Westfalen oder Hessen dürfen Theater schon jetzt – Ende Mai – wieder spielen. Die Regelungen der Bundesländer sind da sehr unterschiedlich, sie ändern sich auch schnell.

Deshalb die Frage: Warum bleiben Berliner Theater bis Ende Juli geschlossen, und wie geht es im Herbst weiter?


Klaus Lederer Der Ausgangspunkt unserer Entscheidungen ist, dass die Pandemie nach wie vor nicht überwunden ist, es keinen Impfstoff und kein Medikament gibt. Außerdem scheint sich zu erhärten, dass die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen mit vielen Menschen, die über längere Zeit beisammen sind. Das bedeutet: Draußen geht deutlich mehr, innen muss man extrem vorsichtig sein.


Die Entscheidung, dass die Spielzeit für die überwiegend öffentlich geförderten Theater vorbei ist, habe ich nicht allein getroffen. Wir stehen seit Beginn der Pandemie in sehr engem Kontakt mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Juli 2020
Rubrik: Szene Corona, Seite 6
von Eva Behrendt und Franz Wille

Weitere Beiträge
«Kritiker sein, ist ein bisschen wie Student sein»

Patricia Benecke Wie hat’s bei Ihnen angefangen, was ist Ihre erste Theatererinnerung?

 

Michael Billington Meine erste wichtige Erinnerung ist, wie meine Eltern mich 1948 zu Shakespeares «Troilus und Cressida» in Stratford-upon-Avon mitgenommen haben. Eine kuriose Entscheidung, denn ich war erst acht Jahre alt und in dem Stück, einer Art zynischer «Ilias», geht es...

Der Windmühlenkämpfer

Der Titel macht keine Umstände: Eine «Spielplanänderung» wird verlangt, und zwar mit Ausrufezeichen. Im Untertitel dann gleich die nächste starke Behauptung: «30 Stücke, die das Theater heute braucht». Hier geht es nicht darum, was das Theater spielen sollte oder was ihm helfen würde, hier wird gebraucht. Simon Strauß, der Her­ausgeber dieser kleinen...

Wahre Genehmigungskunstwerke

Verena Großkreutz Herr Kosminski, wie haben Sie während des Corona-Shutdowns Kontakt gehalten zum Publikum?


Burkhard C. Kosminski Wir sind mit digitalen Angeboten online gegangen. Allerdings sehr dezent, denn das Streamen ist meiner Meinung nach eher was für ein Haus mit einer großen Theatergeschichte wie die Berliner Schaubühne oder das Berliner Ensemble. Die...